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Eine Pflanze stellt sich vor

Christrose: so pflegen und pflanzen Sie die Winterblume

Die Christrose ist die Winterblume schlecht hin. Mit ihrer unkomplizierten Art schmückt sie die winterlichen Landschaften, Beete und Kübelbepflanzungen. Was Sie alles zu dieser Staudenart wissen müssen, erfahren Sie hier!
 
Christrosen Arten
Christrose gibt es nicht nur in der eleganten weißen Variante. Bild: lolame/pixabay.com Foto: Lolame
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Die Christrose (Helleborus niger) ist auch unter den Namen Schneerose oder Nieswurz bekannt. Sie zeichnet sich durch ihre meist weißen und eleganten Blüten aus. In ihrer natürlichen Form findet man sie in den Süd- und Nordalpen, aber auch im Balkan ab einer Höhe von 1900 Metern, da Minusgrade ihr überhaupt nichts ausmachen können. Eine Schneerose kann bis zu 30 Jahre alt werden und blüht jeden Winter aufs Neue. 

Zu der Gattung der Christrose gibt es viele Mythen. Auch wenn sie die Rose im Namen trägt, ist sie botanisch gesehen keine Rose, sondern zählt zu den Nieswurzgewächsen. Sie sind immergrün und blühen im Winter von Dezember bis April. 
Die Bedeutung des Namens kommt ursprünglich aus der Bibel. Da heißt es, dass ein Hirte auf dem Weg nach Bethlehem weint, da er kein Geschenk hat, dass er dem Jesuskind bringen kann. Aus seinen Tränen wachsen die Christrosen und er kann sie überglücklich übergeben. Daher wird sie oft mit Weihnachten in Verbindung gebracht.


Die Christrose einpflanzen

Die Christrose ist eine sehr unkomplizierte Pflanze und mag sogar Böden, die von vielen anderen Pflanzen lieber gemieden werden. Je nachdem woher die Christrose stammt, kann sie an unterschiedlichen Zeitpunkten ins Beet gebracht werden. Stammt sie aus dem Gewächshaus, ist sie an die Witterung draußen nicht gewöhnt und sollte im frühen Herbst oder erst km Frühjahr im Beet angesiedelt werden. Vorher lässt sie sich perfekt im Topf auf die Terrasse oder den Balkon stellen. Stammt die Christrose aus einer Freilandzüchtung können Sie sie ohne Probleme das ganze Jahr über einpflanzen. 

Bevor es aber an das Einpflanzen geht, sollten Sie sich den idealen Standort mit den besten Bodenbedingungen im Garten aussuchen. 

Der ideale Standort


Wie es die Natur schon vorgibt, mag es die Schneerose am liebsten verdeckt. So kommen besonders halbschattige Plätze zwischen Gehölzen infrage. In Sachen Boden ist die Staude sehr unkompliziert, der Boden sollte nur nicht zu sauer sein. Ein Lehmboden mit hohem Kalkanteil bringt die besten Voraussetzungen. Wer andere Bodenverhältnisse im Garten hat, kann mit ein paar einfachen Tricks nachhelfen. Etwas Kompost, Betonit oder Kalk an der Pflanzstelle bringt wahre Wunder. 

Einpflanzen: Schritt für Schritt


Bei der Christrose muss man auf nicht besonders viel achten. Sie verhält sich im Grunde wie jede andere pflegeleichte Staude. 

  1. Den Wurzeln noch ein letztes Wasserbad gewähren. So sind alle Wasserspeicher voll und die Staude hat Energie sich zu verwurzeln.
  2. Graben Sie ein Loch, dass mindestens doppelt so groß ist wie der Wurzelumfang der Christrose. 
  3. Setzten Sie sie bis zum Wurzelkranz ein und bedecken Sie das Ganze mit ausreichend Erde. 
  4. Drücken Sie die Erde mit den Händen an und gießen Sie die Christrose nochmals, damit sich die Erde festsetzen kann. 

Kann eine Christrose auch auf den Balkon?


Ja! Eine Christrose macht sich in Töpfen und Balkontöpfen auch auf dem Balkon oder der Terrasse zum wahren Hingucker im Winter. Am wohlsten fühlen sich Christrosen aber tatsächlich in Beeten oder der freien Natur. Daher kann es sein, dass die Christrose nach einiger Zeit die Köpfe hängen lassen. Dann heißt es für die Staude ab ins Beet!


Diese Pflege brauchen Christrose

Wie grade schon angedeutet, sind Christrosen sehr unkomplizierte und pflegeleichte Pflanzen. Damit sind sie perfekt für jeden Garten-Anfänger.
Ein paar Tipps und Tricks zum Düngen, Gießen & Co. haben wir trotzdem noch. 

Düngen


An Nährstoffen sollte es der Christrose nicht fehlen, daher dünge sie die Staude am besten zweimal im Jahr. Einmal zu Beginn der Blütezeit, das je nach Art ungefähr im Dezember ist. Das zweite Mal freut sich die Christrose zum Spätsommer über einen Energiekick. 

Gießen


Das einzige, was die Christrose überhaupt nicht leiden kann, ist Staunässe. Vermeiden Sie also zu häufiges und zu ausgiebiges Gießen. 

Schneiden


Bei der Frage, ob eine Christrose unbedingt geschnitten werden muss, scheiden sich die Geister. Die einen sagen, dass sie es nicht braucht – in ihrer natürlichen Umgebung wird sie das ja ohnehin auch nicht. Die anderen sagen, dass durch den jährlichen Schnitt Krankheiten vorgebeugt werden. Es liegt bei Ihnen, ob Sie es machen wollen oder nicht. Generell kann ein gepflegtes Wachstum einer Staude nicht schaden.

Überwinterung


Christrosen sind winterharte Pflanzen. Trotzdem freuen sie sich im Winter über ein bissen Schutz. Das kann ganz einfach mit Laub oder anderen Mulchschicht-Substanzen, wie Grasschnitt oder Rindenmulch, passieren. Achten Sie nur darauf, dass sie kranke oder faulende Laubblätter entfernen, damit keine Krankheiten auf die Schneerose übertragen wird. Es kommt bei frei stehenden Christrosen im Winter auch schon mal vor, dass sie plötzlich ihre Köpfe hängen lassen. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass sie eingehen oder erfrieren. Hierbei handelt es sich häufig um eine Schutzreaktion gegenüber Frost. Die Christrose lässt ihr Wasser ab, damit sie durch den Frost nicht platzt. 

Mit diesem Rindenmulch sind Ihre Christrosen im Winter geschützt!

Krankheiten und Schädlinge


Keine Pflanze ist sicher vor Krankheiten oder Schädlingen. So hat auch die Christrose damit zu kämpfen. Besonders häufig ist der Befall von Schadpilzen, die die Blätter eingehe und den Wuchs dämmt. Wer hier ein kupferhaltiges Fungizid aufträgt, kann seine Staude retten. Auch der Befall von Blattläusen ist unvermeidlich. Schneckenfraß kann man im Vorhinein mit Schneckenkorn vorbeugen.

Die Christrose vermehren 


Die Christrose sieht im Einzelnen schon sehr schön aus. Doch im Blumenmeer lässt sie Ihr Beet oder ihre Bepflanzung im Winter grade so erstrahlen. Fühlt sich eine Christrose sehr wohl, passiert das von alleine. Man kann aber auch etwas nachhelfen. Dafür gibt es zwei Methoden: die Samen einpflanzen oder die Staude teilen. 
Die Samen stecken in der Blüte der Staude und können nach der Blütezeit ohne Probleme eingesammelt und ins Beet eingepflanzt werden. 
Die Teilung sollte auch nach der Blütezeit vorgenommen werden. Dafür wird die Staude ausgegraben und in der Mitte geteilt. Danach wird sie, wie vorne beschrieben, eingepflanzt. 

Arten der Christrose


Neben der klassischen weißen Variante gibt es auch noch zahlreiche Abänderungen in verschiedenen Farben. Die Übersicht bietet Ihnen einen klaren Blick über die Auswahl

  • Praecox: weiß 
  • Marcanthus: weiß und zartrosa
  • Double Ellen: weiß, mit einer pinken Blattumrandung 
  • Rubra Rote Christrose
  • Party Dress Ewelina: weiß-rot gepunktet
  • Frühlings-Schneerose ‘UK’: erst weiß und später grün
  • HGC Merlin: schwarz-blaue Färbung