Franken
Eine Pflanze stellt sich vor

Exotische Amaryllis: Die richtige Pflege der beliebten Weihnachtspflanze

Oft wird die Amaryllis nach ihrer Blütezeit weggeworfen. Es kann sich aber lohnen, die Zimmerpflanze ganzjährig zu pflegen und zum nächsten Weihnachtsfest erneut zum Blühen zu bringen. Hier finden sie Tipps für die Überwinterung des Zwiebelblühers.
 
Exotische Amaryllis: Die richtige Pflege der beliebten Weihnachtspflanze
Die Amaryllis ist nicht nur zur Weihnachtszeit schön, sondern kann auch ganzjährig als Zimmerpflanze genutzt werden. Mit der richtigen Pflege kann sie auch in der nächsten Adventszeit blühen. Foto: Annette Meyer/Pixabay

Zu den schönsten im Winter blühenden Zimmerpflanzen gehören die Rittersterne - auch unter dem Namen Amaryllis bekannt. In den Gärtnereien werden sie bereits ab Dezember zum Verkauf angeboten. Mit ihren trompetenförmigen, exotischen Blüten ist die Amaryllis eine beliebte Dekoration zur Weihnachtszeit

Die Zimmerpflanze kann mit der richtigen Pflege aber auch ganzjährig gehalten werden. Schmeißen Sie die Amaryllis nach ihrer Blütezeit also nicht weg. Mit welchen Mitteln die Pflanze optimal überwintern kann, erklärt Ihnen inFranken.de.

Die richtige Pflege der Amaryllis im Topf

Da die Zwiebeln der Amaryllis Staunässe nicht gut vertragen, bewährt es sich, den Topf auf einen kleinen Untersetzer zu stellen und nur von unten zu gießen. So können sich die Wurzeln der Pflanze nur so viel Wasser ziehen, wie sie tatsächlich benötigen. Das überschüssige Wasser kann anschließend entfernt werden.

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Bei der Verwendung von Übertöpfen ist daher Vorsicht geboten: Sie sollten die Pflanze nicht zu großzügig gießen und die Zwiebel dabei verschonen. Der Standort sollte hell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung sein. Während der Blütezeit werden auch Standorte mit weniger Licht vertragen.

Damit Ihnen die Blüten möglichst lange erhalten bleiben, sind Zimmertemperaturen um die 20 Grad optimal. Düngergaben sind in der Blütezeit der Amaryllis nicht erforderlich - während der Wachstumsphase sollte hingegen regelmäßig gedüngt werden.

So können Sie Amaryllis-Zwiebeln selber einpflanzen

Neben der bereits eingetopften Amaryllis kann man auch die Zwiebeln preisgünstiger lose kaufen und sie von Oktober bis Dezember selber einpflanzen. Sie sollten dabei einen Topf wählen, der nicht zu groß ist - um die Zwiebel herum sollten ungefähr ein bis zwei Zentimeter Platz für das Substrat sein.

Bedecken Sie die Zwiebel zu zwei Dritteln mit Erde, so dass das obere Drittel noch zu sehen ist. Nach dem Einpflanzen sollte man die Amaryllis-Zwiebel leicht angießen und den Topf zum Treiben aufstellen - auch dabei ist eine Temperatur von 20 Grad optimal.

Die Pflanze kann regelmäßig gegossen werden, wenn die Blütenknospe als Neuaustrieb zu erkennen ist. Die ersten Blüten zeigen sich bereits sechs bis acht Wochen nach dem Pflanzen. Wenn Sie die Amaryllis-Zwiebeln also im Oktober oder November pflanzen, wird sie rechtzeitig zur Weihnachtszeit blühen.

Die richtige Pflege nach der Blütezeit

Die Blütezeit der Amaryllis ist meistens im Februar oder im März beendet. Wenn Sie die Zimmerpflanze nicht wegschmeißen, kann die erneute Wachstumsphase beginnen. Dazu sollten zuerst die Stängel der verwelkten Blüten abgeschnitten werden.

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Bei regelmäßigem Gießen bilden sich nun die neuen Blätter der Amaryllis und sie kann alle 14 Tage mit etwas Flüssigdünger genährt werden. Da die Zwiebel an diesem Punkt ihre Nährstoffreserven für die neue Blütezeit anlegt, ist das Düngen sehr wichtig und sollte nicht vergessen werden.

Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, darf die Amaryllis auch nach draußen in den Garten oder auf den Balkon gestellt werden. Vermeiden Sie allerdings zu starke Sonneneinstrahlung, damit die Blätter nicht verbrennen. Die Wachstumsphase der Amaryllis dauert ungefähr bis August an.

In der Ruhephase der Amaryllis nicht mehr gießen

Im August beginnt schließlich die Ruhephase der Amaryllis. Es sollte kaum noch gegossen oder gedüngt werden. Wie in der Heimat der subtropischen Pflanze, setzt an dieser Stelle die Trockenperiode ein - die Blätter werden welk und können abgeschnitten werden. Die Zwiebel der Amaryllis wird in der Ruhephase in eine trockene, dunkele und kühle Umgebung gestellt.

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Ab November kann die Amaryllis in neue Erde eingetopft werden. Sie wird nur leicht angegossen und kann wieder an einen warmen und hellen Ort gebracht werden. Wenige Wochen später können dann erneut Blätter und Blüten erscheinen.

Sigrun Hannemann vom Bergblumengarten mit dem Fokus auf naturnahes Gärtnern. Frau Hannemann ist Gartenbloggerin und schreibt auf ihrem Blog und im Hortus-Netzwerk.de über ökologisches und insektenfreundliches Gärtnern. Für den Naturgartenverein e.V. testet sie Gärten zum Verleih der deutschen Plakette "Natur im Garten".

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