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Spiele-Rezension

Spiele-Test "Piazza Rabazza": Mit dem Pizzaboten durch die wackelnden Stadt - actionreiches Geschicklichkeitsspiel

Pizzaboten haben es in der Realität zwar auch nicht leicht, in "Piazza Rabazza" wird die Lieferung durch magnetische Wackel-Wände zur echten Herausforderung. Wir haben getestet, wie viel Spaß es macht, mit den Fladen durch eine italienische Kleinstadt zu manövrieren.
Spiele-Test "Piazza Rabazza": Geschicklichkeitsspiele für Kinder ab 6 Jahren von Zoch
Außergewöhnliches Geschicklichkeitsspiel: Piazza Rabazza von Zoch. Foto: Stefan Lutter/inFranken.de
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  • Piazza Rabazza im Test: Rezension des actionreichen Familienspiels für Zwischendurch 
  • So spielt sich das brandneue Geschicklichkeitsspiel
  • Infos, Bewertung und Fazit

Der Zoch-Verlag ist Spezialist für kreative Namensgebungen seiner Spiele (Heckmeck am Bratwurmeck* - hier im Deluxe-Editions-Test, Kipp mir Saures*). Auch beim Titel Piazza Rabazza hat man bestenfalls eine ungefähre Ahnung, wohin die Reise gehen könnte. Die Auflösung bringt unser Test der Neuheit aus dem Herbst 2022.

Wie spielt sich Piazza Rabazza?

Für die Dauer des Spiels schlüpfen die Teilnehmenden abwechselnd ist die Rolle des Pizzaboten Luigi, der seine köstlichen Teigfladen in der kleinen Stadt Rabazza ausliefern muss. Bis es losgeht, ist ein wenig Vorbereitung vonnöten. Die Stadt muss aus Karton-Mauern zusammengesteckt werden, unter diesen ist genug Platz für einen lineal-ähnlichen Schieber, auf dem Luigi samt Vespa befestigt wird, um ihn durch die Stadt „fahren“ zu können. Für zusätzliche Stabilität der Stadtmauern sorgt ein oben aufgesteckter Plastikhalter im Zentrum – das aber nur auf den ersten Blick.

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Denn in eben dieser Halterung (vom Verlag als „Wind-up-Gerät“ bezeichnet) steckt mehr. Sie kann aufgezogen werden und dient als Uhr. Und da sie mit einem Rotationsmechanismus versehen ist, lässt sie zugleich die Wände der Stadt wackeln.

Genau das ist der Wow-Effekt von Piazza Rabazza: Sobald das Gerät zu rattern beginnt, zittern die Stadtmauern (was innerhalb der „Handlung“ durch die turbulente Arbeit von Pizzabäcker Pino erklärt wird...naja). Und das macht es für den Spielenden nicht einfacher, den mit einem Pizza-Plättchen ausgestatteten Luigi durch die Gassen und Tore der Stadt zu manövrieren. Noch erschwerender kommt hinzu, dass die auf den Wänden abgebildeten Kunden und die Pizzen magnetisch sind. Fährt der Bote zu nah an eine unerwünschte Mauer, kann die Pizza am falschen Haus kleben bleiben – und er muss sofort wieder zurück zu Pizzeria, um Nachschub zu holen.

Infos und Fazit

Mit Piazza Rabazza ist Zoch ein außergewöhnliches Geschicklichkeitsspiel gelungen, das durch die Wackel-Wände ein echter Hingucker (und -hörer) auf dem Spieletisch ist. Die Einstiegshürde ist so gering wie eine Pizza lecker, das actionreiche Ausliefern traf vor allem den Geschmack von Runden mit Kindern. Spielten nur Erwachsene, blieb außer einem Schmunzeln und Komplimenten für Thema und Ausführung wenig übrig, da Strategie und Taktik hier so gut wie nicht vorhanden sind. Dann doch lieber eine echte Pizza bestellen.

Bewertet man ausschließlich das, was man bei Piazza Rabazza bewerkstelligen muss, hätte man bereits ein überdurchschnittliches Familien-/Kinderspiel. Für die gelungene Umsetzung des Themas und die wackelnden Wände verdient es sich aber einen Extrapunkt.

  • Infos zu Piazza Rabazza im Überblick:
    • Spieleranzahl: 2 bis 4 
    • Altersempfehlung: ab 6 
    • Dauer: 30 Minuten
    • Verlag: Zoch
    • Autoren: Guido Hoffmann, Jens-Peter Schliemann
  • Pro: 
    • Thema toll umgesetzt
    • Kurzweilig und actionreich
    • blitzschneller Einstieg
    • Riesenspaß für Kinder
  • Contra:
    • Für reine Erwachsenenrunden zu seicht
  • Redaktionswertung: 8 von 10 Punkten

Fazit: Originelles Geschicklichkeitsspiel, das Appetit auf mehr macht - allerdings ausschließlich Kindern.

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Transparenzhinweis: Für das Testen des Spiels hat uns der Verlag ein Rezensionsexemplar ohne weitere Auflagen zur Verfügung gestellt.

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