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E-Mobilität

Der Antrieb der Zukunft

Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind umweltfreundlich, effizient und leise unterwegs
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Foto: m.mphoto - stock.adobe.com
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Circa zwei Milliarden Autos: Bis zum Jahr 2035 rechnet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) weltweit mit einem ordentlichen Anwachsen der PKW-Flotte. Hätten alle ausschließlich alte Verbrennungsmotoren, würde der CO2-Ausstoß des Straßenverkehrs um mehr als die Hälfte ansteigen. Elektrofahrzeuge gelten deswegen als wesentliche Stellschraube für eine zeitgemäße und klimafreundlichere Mobilität.

Emissionsarm

Aus jedem Liter Benzin: Bei klassischen Motoren entstehen während der Verbrennung etwa 2,5 Kilogramm CO2 - und weitere Schadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide. Reine Elektro-Vehikel stoßen während der Fahrt überhaupt keine Schadstoffe oder Treibhausgase aus. Der Begriff "emissionsfrei" gilt allerdings nur bei lokaler Betrachtung, weil bei der Schadstoffberechnung auch die Stromerzeugung eingerechnet werden muss. Aber: Selbst bei ganzheitlicher Berechnung fällt die Emission immer noch deutlich geringer aus als bei den meisten herkömmlichen Fahrzeugen.

Effizient

Elektrische Energie lässt sich effektiver in mechanische Antriebsenergie umwandeln, sagen Experten. So weisen Elektromotoren im gesamten Arbeitsbereich einen Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent auf, während Verbrennungsmotoren maximal auf einen Wirkungsgrad von 40 Prozent kommen. Zudem haben Elektromotoren den Vorteil, dass sie beim Bremsen elektronisch in einen Generatorbetrieb geschaltet werden können. Die entstehende Bremsenergie wird dann genutzt, um den Akkumulator aufzuladen. Gemeinsam ergibt das einen deutlich geringeren Energieverbrauch von E-Fahrzeugen im Vergleich zu konventionellen Autos.

Leise

Bei E-Autos gibt es keinen Verbrennungsprozess. Stattdessen basiert die Kraftentwicklung auf Elektromagnetismus - ein Garant für besonders geräuscharmes Fahren, das bei niedrigem Tempo am meisten auffällt. Weil das Vor- und Nachteil zugleich ist, müssen Verkehrsteilnehmer umlernen. Verkehrsteilnehmer müssen sich - ähnlich wie beim Umgang mit Rad- oder E-Roller-Fahrern - mehr auf die Augen als auf die Ohren verlassen.

Erdölunabhängig

Der Verkehrssektor gilt energiemäßig als der verbrauchsintensivste und der Kraftstoffverbrauch steigt stetig. Es werden zu über 90 Prozent Kraftstoffe aus Mineralöl eingesetzt, Biokraftstoffe und Strom spielen immer noch eine viel zu geringe Rolle. Die Abhängigkeit vom Erdöl in den EU-Staaten wächst weiter. Preisschwankungen und zum Teil instabile Importbeziehungen sorgen regelmäßig für hohe Benzinpreise und wirtschaftliche Verwerfungen. Je mehr auf hiesige erneuerbare Energie gesetzt wird, desto wirtschaftlicher ist das Ganze.

Puristisch

Reduzierte Baugruppen, reduzierte Probleme: Der Aufbau des Motors bei Elektrofahrzeugen ist einfacher und kompakter als der von Verbrennern. Elektro-Profis sehen diesen Purismus als besonders nachhaltigen Vorteil: Weil Tank, Benzinpumpe, Auspuffsystem, Anlasser, Lichtmaschine und Co. fehlen, kann nicht so viel kaputtgehen und müssen sie auch nicht gewartet werden.

Zukunftstauglich

Nachteile? Korrektes Checken der Minus-Faktoren stärkt die Plus-Seite. Das Ladenetz wird weiter ausgebaut, Ladedauer verkürzt Für mehr Reichweite soll laut Experten die Batterie-Technologie verfeinert und neben einer Kapazitätsverbesserung beispielsweise das Einbeziehen von Umgebungsluft zum Herstellen von zusätzlicher Energie genutzt werden. Hinsichtlich Haltbarkeit sei die Skepsis ohnehin unbegründet: Nach Expertisen des ADAC bleibt die Batterie in den angegebenen Garantiezeiträumen bis zu acht Jahre fit.

Nachhaltig

Ebenso heiß diskutiert: Batterien im Alter. Laut Automobilclub sind Recyclingverfahren möglich und verfügbar. Und bis zu 95 Prozent der Funktionsmaterialien zurückzugewinnen. Kontrovers debattiert: die Umwelt- und Sozialprobleme, die bei der Gewinnung entstehen. Beim sehr hohen Energiebedarf und um eventuelles Entstehen von saurem Grubenwasser, bei Konflikten um begrenzte Wasservorkommen und nicht vertretbare Arbeitsbedingungen in Minen sind logischerweise Regierungen und Autohersteller gefragt.

Fördermaßnahmen

Die Bundesregierung will Elektrofahrzeuge attraktiver machen und verankert mit dem Elektromobilitätsgesetz Vorteile für

Nutzer:

• besondere Parkplätze an Ladestationen im öffentlichen Raum zu reservieren

• Parkgebühren zu reduzieren oder zu erlassen

• Fahren auf Busspuren

• Ausnahme von bestimmten Zufahrtsbeschränkungen, die etwa zum Schutz von Lärm und Abgasen angeordnet werden

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