Siggi hat 51 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt, jetzt braucht er eine Spendenaktion

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Siggi war jahrelang sehr engagiert bei seinem Brauchtumsverein. Dort dreht sich alles um mythische Figuren und Sagengestalten aus der Region.
Siggi leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs - Brauchtumsverein engagiert sich
Heidecker Hexenstube
Siggi war jahrelang sehr engagiert bei seinem Brauchtumsverein. Dort dreht sich alles um mythische Figuren und Sagengestalten aus der Region.
Siggi leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs - Brauchtumsverein engagiert sich
Heidecker Hexenstube
Siggi war jahrelang sehr engagiert bei seinem Brauchtumsverein. Dort dreht sich alles um mythische Figuren und Sagengestalten aus der Region.
Siggi leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs - Brauchtumsverein engagiert sich
Heidecker Hexenstube
Siggi war jahrelang sehr engagiert bei seinem Brauchtumsverein. Dort dreht sich alles um mythische Figuren und Sagengestalten aus der Region.
Siggi leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs - Brauchtumsverein engagiert sich
Heidecker Hexenstube
Siggi war jahrelang sehr engagiert bei seinem Brauchtumsverein. Dort dreht sich alles um mythische Figuren und Sagengestalten aus der Region.
Siggi leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs - Brauchtumsverein engagiert sich
Heidecker Hexenstube

51 Jahre lang zahlt Siggi aus Franken in die Rentenkassen ein, doch am Ende reicht die Rente trotzdem nicht. Dann wird bei ihm Krebs diagnostiziert. Freunde aus seinem Brauchtumsverein wollen helfen.

Es ist kaum zu glauben – und doch traurige Realität: Der 65-jährige Siggi aus Treuchtlingen aus dem mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zahlte 51 Jahre – sein ganzes Berufsleben lang – in die Rentenkasse ein. Als er im Dezember 2025 in Rente geht, reicht es trotzdem nicht. Gerade mal 1300 Euro bekommt er, gerade genug, um seine Wohnung zu bezahlen. Alles andere – Strom, Essen, Kleidung – muss er über eine 40-Stunden-Woche als Greenkeeper in einem Golfclub finanzieren – trotz der Berentung.

Doch es soll noch schlimmer kommen: Im April dieses Jahres bekommt Siggi die Diagnose, die alles verändert. Bauchspeicheldrüsenkrebs. Adrian Menzel ist ein guter Freund von Siggi und startete wegen der Krankheit einen Spendenaufruf: Hier kannst du Siggi helfen.

Hilfe für krebskranken Siggi: "Wiegt nur noch 62 Kilo"

Zwar hat Siggi Wohngeld beantragt, doch es dauert, bis die Mühlen der Bürokratie anlaufen. Ob der finanziellen Not musste Siggi inzwischen sogar sein Auto wieder zurück zum Händler bringen – und das, während er eigentlich versucht, gesund zu werden.

Siggi kommt ursprünglich aus Nürnberg und hat dort Zeit seines Lebens als Koch gearbeitet, bevor es ihn vor zehn Jahren nach Treuchtlingen zog – auch der Arbeit auf dem Golfplatz wegen. "Er tut alles dafür, dass er den Krebs besiegt", sagt Menzel inFranken.de. Aktuell befinde sich Siggi in der dritten Runde der Chemotherapie.

"Die ersten zwei Zyklen waren sehr hart für ihn", berichtet Menzel. "Er wiegt nur noch 62 Kilo. Er hat nichts mehr essen können, hatte keinen Appetit. Er war nur noch auf dem Sofa, weil ihm die Kraft gefehlt hat." Seit dieser Woche gehe es ihm allerdings den Umständen entsprechend besser. Die Diagnose kam überraschend, trotz familiärer Vorbelastung. Siggis Mutter verstarb bereits an Bauchspeicheldrüsenkrebs, genau wie sein Bruder.

Siggi musste zwei seiner Schätze verkaufen

"Siggi ist ein total aufgeschlossener, zuvorkommender, liebevoller Mensch, der für alle anderen da ist. Er schaut immer erst auf andere, bevor er auf sich selbst schaut", sagt Menzel. "Er ist bekannt wie ein bunter Hund." Das kommt auch von Siggis Engagement im Masken- und Brauchtumsverein "Heidecker Hexenstube". Dort ist Siggi der zweite Vorstand, aktuell vertritt ihn Menzel. Daher kennen sich die beiden.

Dort geht es um das Brauchtum alter Sagen, Rituale und regionaler Mythen. Die Mitglieder nehmen in aufwendiger Verkleidung mit Holzmasken etwa an Faschings- und Brauchtumsumzügen teil. Es geht laut Menzel in Richtung Perchten – dämonische Sagengestalten, die besonders in den Rauhnächten den Winter und böse Geister austreiben sollen. "Jeder hat handgeschnitzte Masken und ein selbstgebasteltes Gewand", erläutert Menzel. "Wir sind eine reine Hexengruppe – nur Hexen und Hexer." 

Es ist Siggis große Leidenschaft. "Er war immer mit dabei", sagt Menzel, "das sind so etwa 14 bis 15 Züge die Saison." Doch selbst davor macht Siggis Erkrankung nicht Halt: Aus finanzieller Verzweiflung muss er zwei von drei handgeschnitzten Masken veräußern, die er für dieses ganz besondere Hobby besitzt. "Es hat ihn sehr getroffen, als er seine Masken abgegeben hat", sagt Menzel. "Das war sein Leben." Solche Masken können demnach zwischen 1000 und 1500 Euro wert sein.

Besondere Veranstaltung soll Siggi helfen

Menzel ist vom Schicksal seines guten Freundes getroffen. Auch der erste Vorstand des Brauchtumsvereins ist ein enger Freund von Siggi. Sie wollen helfen – noch mehr als nur über den Spendenaufruf. Gemeinsam schmiedet die Brauchtumstruppe der "Heidecker Hexenstube" einen Plan: eine Maskenausstellung am 13. und 14. November in der Stadthalle Heideck.

Es soll unter anderem Essen, Getränke und Live-Maskenschnitzen geben – alle Erlöse gehen an Siggi. Sogar eine Feuershow sowie Versteigerung einer gespendeten Maske sind geplant. Auch befreundete Gruppen wollen bei der Maskenausstellung helfen. "Eigentlich sind wir eine riesengroße Familie", so Menzel. "Wir haben gesagt: Komm, für den Siggi machen wir’s." Ganz groß steht auf der Webseite: "Gemeinsam für Siggi – jeder Besuch hilft!"

Alle Infos auf einen Blick:

  • Was? Maskenausstellung mit Live-Shows, Maskenversteigerung, Essen und Getränke
  • Wo? Stadthalle Heideck, Kreuther Str. 2, 91180 Heideck
  • Wann? Freitag, 13. November 2026, von 16 bis 21 Uhr und Samstag, 14. November 2026, von 11 bis 21 Uhr

Auch im Kreis Erlangen läuft aktuell eine Spendenaktion für einen krebskranken Vater.