Während einer Wandertour im Himalaya ist ein deutscher Bergsteiger über einen Kilometer tief gefallen. Er schien den Sicherheitshinweis eines Bergführers nicht befolgt zu haben.
Ein 57-jähriger Deutscher ist nach dem Aufstieg zum 6814 Meter hohen Gipfel des Ama Dablam im Nordosten Nepals gestorben, sagte der Leiter des Trekking-Unternehmens Real Himalaya, Gokul Thapa, der Deutschen Presse-Agentur. Thapa sprach aus Kathmandu, wohin der Tote zur Obduktion in ein Krankenhaus gebracht worden sei.
Die Gruppe um den deutschen Bergsteiger war auf dem Weg nach unten gewesen, als sich das Unglück am Montagmorgen (26. Oktober, Ortszeit) bei gutem Wetter ereignete. Ein nepalesischer Bergführer habe dem Deutschen zunächst gesagt, nicht aus seinem Zelt in einem Camp in etwa 6100 Meter Höhe zu kommen, bevor nicht alles auf dem eisigen Terrain gesichert sei, sagte Thapa. Er kannte den Deutschen nach eigenen Angaben bereits seit einigen Jahren und hatte für ihn andere Bergtouren organisiert.
Todessturz im Himalaya: "Er ist 1500 Meter tief gefallen"
Als der Bergführer zurückgekehrt sei, sei der Mann nicht mehr auffindbar gewesen. Nach einer Suchaktion sei seine Leiche gefunden und geborgen und schließlich mit einem Hubschrauber nach Kathmandu gebracht worden. "Er ist 1500 Meter tief gefallen." Die Gruppe um den Deutschen hatte den Gipfel am Sonntag erreicht. Der Ama Dablam befindet sich etwa 20 Kilometer vom Mount Everest, dem mit 8849 Metern höchsten Berg der Erde, entfernt in der Khumbo-Region Nepals.
Erst am Freitag waren zwei japanische Bergsteiger, die seit dem 15. Oktober vermisst worden waren, in Nepal tot aufgefunden worden. Nach Angaben der lokalen Polizei entdeckte ein Suchtrupp ihre Leichen am Gangapurna West. Der 7.140 Meter hohe Gipfel befindet sich in der Annapurna-Region des Landes, nahe der Grenze zu Tibet.