Im fränkischen Amateurfußball herrschen Trauer und Bestürzung. Auslöser ist der Tod eines Trainers, der im Alter von gerade einmal 36 Jahren aus dem Leben gerissen wurde.
Der Tod von Angelo Walthier erschüttert die fränkische Fußballwelt. Der Spielertrainer der Herrenmannschaft des SV Leerstetten (Kreis Roth) ist nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Zahlreiche Vereine, Weggefährten und Fußballfans melden sich in diesen Tagen in den sozialen Netzwerken zu Wort und erinnern an ihn als "Vorbild" und "einen der Besten - auf und neben dem Platz." Dabei hatte sein neues sportliches Kapitel gerade erst begonnen.
Erst im Mai hatte der mittelfränkische Kreisligaklub Walthier herzlich willkommen geheißen und sich über die "dringend gebrauchte Motivation und Energie" gefreut, die der kickende Coach für die kommende Saison 2026/27 mitbringen sollte. Zuvor war er viele Jahre lang selbst als Spieler in fränkischen Amateurfußballvereinen aktiv und hatte sich dabei tief in die Herzen der Region gespielt. Unsere Kollegen der Mittelbayerischen Zeitung berichten ausführlich über Angelo Walthier - als einen "absolut Fußballverrückten, einen Kämpfer", mit "enormer Leidenschaft, Hingabe, Wucht."
Fränkische Vereine trauern um Angelo Walthier: "Viel zu früh von uns gegangen"
"Mit großer Bestürzung" habe der SV Leerstetten vom Tod seines Spielertrainers erfahren, teilte der Verein am Samstag (1. August 2026) mit. "Umso schwerer trifft uns die Nachricht, dass er nach kurzer, schwerer Krankheit viel zu früh von uns gegangen ist", heißt es in dem Statement. "Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden. Wir werden ihn als engagierten Trainer und geschätzten Menschen in Erinnerung behalten."
Auch andere Vereine aus der Region bekundeten ihre Anteilnahme. Der ASV Vach schrieb in den sozialen Medien: "Viel zu früh bist du von uns gegangen. Die ganze Fußballfamilie trauert." Mit bewegenden Worten verabschiedete sich der Verein von Angelo Walthier: "Keine Angst Angelo, im Himmel wird auch Fußball gespielt."
Der FSV Stadeln veröffentlichte einen emotionalen Nachruf: "Du hast bei allen Mannschaften, in denen du gespielt hast, einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sportlich klar, aber vor allem menschlich warst du etwas ganz Besonderes." Alle hätten sich in Stadeln gefreut, wenn Walthier den Sportplatz betreten habe. "Die große Anteilnahme im Amateurfußball zeigt übrigens, dass du einiges richtig gemacht hast." Der Verein erinnert an unzählige schöne Momente: "Von Stadeln über Flachau bis hin zu Mallorca könnten wir Bücher darüber schreiben."
Anteilnahme in sozialen Medien: "Ein Mensch, den man so kein zweites Mal findet"
Auch der TSV Johannis 83 Nürnberg nahm bewegend Abschied von seinem ehemaligen Kapitän: "Du warst so viel mehr als nur ein Spieler des TSV Johannis 83. Du warst ein Mensch, der mit seinem Lächeln, seiner Hilfsbereitschaft und seiner Leidenschaft für den Fußball jeden berührt hat." Walthier hinterlasse eine Lücke, die niemand schließen könne. "Ruhe in Frieden, Capitano! Wir werden dich niemals vergessen."
Auch in den sozialen Medien drücken zahlreiche Menschen ihre Trauer aus. "Ich bin immer noch fassungslos über diese Nachricht. Ruhe in Frieden, mein Lieber! Wir alle werden dich immer als tollen Menschen in Erinnerung behalten!", schreibt ein Kommentator bei Facebook.