SG LVB Leipzig - HSC Bad Neustadt 40:33 (20:16).
33 Tore in fremder Halle sind zwar eine gute Ausbeute, aber dass die Rot-Weißen schon einmal 40 Gegentreffer in sechzig Minuten kassierten, daran konnte sich keiner der Beteiligten erinnern. Dabei schien der Optimismus von HSC-Spielertrainer Margots Valkovskis vor dem Anpfiff begründet, denn seine Schützlinge hielten die Partie in der Anfangsphase offen, glichen jeweilige Führungen der Messestädter aus und gingen durch einen Siebenmeter von Jan Wicklein gar in Führung (2:3). Die Gastgeber kamen danach zwar immer wieder zum Ausgleich, vermochten eigene Führungen aber nicht zu halten. Unentschieden stand es auch in der 21. Minute, als Maximilian Schmitt zum 13:13 einnetzte. In den nächsten Minuten setzten sich allerdings die Mannen von Torsten Löther ab, nutzten erste größere Lücken in der HSC-Deckung und schafften durch einen Hattrick von Florian Pfeiffer erstmals eine komfortable Führung.

Nach vierzig Minuten neigte sich die Waage immer mehr zugunsten der "Straßenbahner", Grund war vor allem eine Leistungssteigerung ihres Torhüters Patrick Ziebert. Das Tor der Hausherren schien für Minuten wie vernagelt, das des HSC war dagegen offen wie ein Scheunentor. Der Vorsprung der Sachsen wuchs auf neun Tore an, fünf Minuten vor dem Abpfiff feierten die heimischen Fans schon die Gelb-Blauen. "Die Niederlage ist ärgerlich", lautete der Kommentar von Valkovskis, "denn unser Spielplan ging lange auf, aber das Zusammenspiel zwischen Abwehr und den Torhütern hat uns einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht". Am Samstag empfängt der HSC den Tabellenzweiten Elbflorenz Dresden.
Tore für den HSC: Jan Wicklein (12/5), Maximilian Schmitt (5), Emil Feuchtmann-Perez (4), Margots Valkovskis (3), Harald Feuchtmann-Perez (3), Franziskus Gerr (3), Michal Panfil (2), Goran Djuricin (1).