HSG Haßloch - HSC Bad Neustadt 21:15 (9:6).

"Es hat uns an der Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt", sagte Coach Frank Ihl nach der ersten Saison-Niederlage. "Mit der Abwehrleistung war ich hundertprozentig zufrieden; 21 Gegentreffer liegen im Plan."

Offensiv gingen die Kurstädter schwer gehandicapt in die Partie. Neben den sowieso verletzten Felix Wolf und Benjamin Trautvetter fiel Vilim Leskovec aus; er zog sich einen Bänderriss im Wurfarm zu. "Laut ärztlicher Prognose droht ein Ausfall von sechs Wochen", befürchtet Ihl.

Die linke Angriffsseite, gegen Zweibrücken torgefährlich, agierte mau; die HSC-Treffer wurden meist über rechts erzielt. "Da hat Max Drude eine überzeugende Vorstellung abgeliefert", lobte Ihl.

Er sah sein Team früh hinten, wobei sich die HSGler mit der Chancenverwertung schwertaten. Bis zur 15. Minute (3:2) hielt der HSC Anschluss, auch, weil Stanislaw Gorobtschuk einen Siebenmeter entschärfte. Dann kam Hektik auf; es folgten Zeitstrafen für beide Teams, wobei Gorobtschuk noch einen Strafwurf parierte.

Als Maximilian Drude fünf Minuten vorm Seitenwechsel auf 7:6 verkürzte, war die HSC-Welt noch in Ordnung. Doch dann klemmte es im Angriff, die Haßlocher warfen erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Dennoch durften die Gäste nach Toren von Franziskus Gerr und Drude zum 14:12 (41.) auf eine Wende hoffen.

"Unser Plan war, bis zur 50. Minute ergebnismäßig dran zu bleiben, um in den Schlussminuten noch einen Zahn zuzulegen", so der HSC-Trainer. Doch es kam anders. Der Heimsieben wurde "ein unberechtigter Siebenmeter" zugesprochen. "Der Haßlocher Spieler rutschte ohne Berührung unsererseits aus."

Bei seinem zweiten Siebenmeter zeigte sich Dennis Götz nervenstark und baute den Vorsprung auf 16:12 aus. Eine Zeitstrafe für Gerr nutzten die HSGler zur Vorentscheidung, nutzten die Überzahl zum 19:13. Ihre Sechs-Tore-Führung verwalteten sie bis Spielende, die Treffer von Ioannis Fraggis und Gerr blieben Makulatur.

"Die Niederlage ist nicht schön, hat hoffentlich aber einen Lerneffekt", so Ihl, der den unbedingten Willen zu 1:1-Situationen, die Siebenmeter provozieren, vermisste.sbp Tore für den HSC: Maximilian Drude (5), Ioannis Fraggis (3), Franziskus Gerr (3), Benjamin Herth (3), Christopher Früh (1).