• Tierheim Feucht: Hündin Romi leidet an lebensbedrohlicher Krankheit
  • Blutuntersuchung schockiert: große Herzwürmer drücken auf Lunge
  • Pfleger beobachten Romis Verhalten nach erster riskanter Injektion
  • Tierheim muss "sehr teure" Behandlung stemmen und sucht Paten

Hündin Romi kommt ursprünglich aus dem Ausland und kam ins Tierheim Feucht, nachdem ihre Besitzerin gestorben war, berichtet die Leiterin der Hundeabteilung inFranken.de. Doch um Romi stand es nicht gut. "Gekommen, um zu sterben? Wir hoffen nicht und geben alles, damit Romi überlebt. Wir haben sie aufgenommen, um für die Hundeseniorin noch ein gemütliches Zuhause mit einem glücklichen Lebensabend zu suchen", schreibt das Tierheim auf seiner Webseite. Momentan ist es für die Tierschützer*innen aber ein tägliches Bangen um die 2013 geborene Mischlingsdame.

Hündin Romi kommt "mitgenommen" und "teilnahmslos" ins Tierheim Feucht - Ärzte entdecken Herzwürmer

Als Romi ins Tierheim gekommen war, sei sie durch ein "sehr ruhiges", "langsames" und "teilnahmsloses" Verhalten aufgefallen, so die Pflegerin. "Sie sah sehr mitgenommen und krank aus." Bei einem Blut- und Tierarztcheck sei dann auch der Grund ans Licht gekommen. Romi habe große Herzwürmer, "die bereits auf die Lunge drücken", so das Tierheim. Wie die Tierklinik Hofheim auf ihrer Webseite erklärt, spielten die Würmer vor allem im Mittelmeerraum eine Rolle, seien aber auch in Deutschland immer präsenter.

Sie würden über Mücken übertragen und vermehrten sich dann im Hundekörper. Zwei Monate nach der Infektion gelangten die jungen Herzwürmer in die Blutgefäße. "Die erwachsenen Würmer siedeln sich bevorzugt in den Gefäßen der Lunge an, die zur rechten Herzhälfte führen", heißt es auf der Klinik-Webseite. Erwachsene Würmer würden etwa 20 bis 30 Zentimeter lang, sie könnten im Hund bis zu sieben Jahre überleben "und über diesen Zeitraum schwere Schäden in der Lunge anrichten". 

Nichts dagegen zu tun, würde früher oder später zum Tod führen, erklärt das Tierheim. Das Abtöten der Würmer sei durch eine "sehr teure" Behandlung möglich, aber nicht ungefährlich. "Wenn auch nur ein Bruchteil von einem abgestorbenen Herzwurm irgendwo stecken bleibt oder eine Lungenembolie auslöst, ist es sofort aus", sagt die Hunde-Leiterin. Am 11. Januar habe Romi ihre erste von zwei Injektionen bekommen. "Sie hat sie gut überstanden. Momentan geht es ihr gut. Wir sind zuversichtlich". Die zweite folge Mitte Februar.

"Darf sich nicht zu viel freuen" - Romi braucht besondere Unterbringung

Durch die Behandlung müsse die Hündin "sehr ruhig gehalten werden, sie darf sich nicht aufregen, sich nicht zu viel freuen", spricht die Leitung weiter. Dementsprechend klein sei ihr Raum. "Etliche Monate" ginge es für sie nach einer erfolgreichen Behandlung darum, wieder zu Kraft zu kommen und erst dann könne das Tierheim eine Vermittlung in Erwägung ziehen. Momentan stünden zudem auch die enormen Kosten für die Behandlung auf der Agenda. Sie gingen in den Tausenderbereich

Mittels einer Patenschaft können sich Interessenten an Pflege, ärztlicher Versorgung, Futter und Unterbringung beteiligen. Unterdessen hofft das Tierheim Feucht weiter und bittet alle Tierfreunde, die Daumen zu drücken. "Die Kleine ist zäh und lebensmutig - sie wird es bestimmt schaffen."