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Nürnberg
Gastronomie

Trotz Corona: Drei Freunde eröffnen eigenes Restaurant mit "Smart Food"

Mitten im Lockdown machen drei Freunde ihr eigenes Lokal auf. Das "Kaspar Schmauser" soll noch im Januar in Nürnberg öffnen. Auf der Speisekarte: "Smart Food".
 
Neues Restaurant in Nürnberg: Das "Kaspar Schmauser" soll noch im Januar am Hauptmarkt eröffnen. Mit "Smart Food" wollen die drei Freunde Claudius zur Linden, Philipp Selzle und Daniel Meyer bei ihren Gästen punkten. Foto: Kaspar Schmauser
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"Smart Food" in Nürnberg:  Noch in diesem Monat soll am Nürnberger Hauptmarkt 16  (Ecklage zwischen Rathaus und Frauenkirche) das Restaurant "Kaspar Schmauser" eröffnen. Drei junge Gastronomen, zwei davon aus der Region, hatten die Idee dazu. Bei ihrem Angebot setzen die Freunde ganz auf "Smart Food". inFranken.de erklärt, was sich hinter dem Konzept verbirgt.

Das Trio hinter dem Projekt "Kaspar Schmauser" besteht aus Claudius zur Linden (36, stammt aus Nordrhein-Westfalen), Philipp Selzle (32, aus Nürnberg) und Daniel Meyer (24, aus Bayreuth). Trotz Lockdowns freuen sich die drei Kumpels, bald ihr eigenes Restaurant in der Nürnberger Innenstadt aufzumachen. Das genaue Eröffnungsdatum steht zwar noch nicht fest - allzu lang wird es aber nicht mehr dauern. "Wir können grob Ende Januar einplanen", sagt Inhaber Claudius zur Linden inFranken.de. Die letzten größeren Bauarbeiten laufen momentan. 

"Kaspar Schmauser" in Nürnberg: Gründer-Trio setzt auf "Smart Food"

Die Zusammenarbeit der drei Männer begann Anfang letzten Jahres. Sie kennen sich teils beruflich, teils privat und sind gut befreundet. Schnell kamen sie auf die Idee, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Denn alle sind in der Gastronomie tätig. "Philipp und ich haben sehr lange bei Vapiano gearbeitet", erzählt zur Linden. Daniel Meyer betreibt bereits ein eigenes Restaurant in seiner Heimatstadt Bayreuth - das "Vedans". An Erfahrung mangelt es den Dreien offensichtlich nicht. 

Unter dem Überbegriff "Smart Food" fallen gemeinhin Nahrungsmittel, die die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen positiv beeinflussen können. In ihrem Lokal bieten die drei Gastronomen vor allem Salate und Bowls, Curries, Eintöpfe und Suppen  an.  Sie wollen zeigen, dass auch gesundes Essen zum Genießen einlädt. Doch was bedeutet "Smart Food" dabei für sie? "Wir möchten unserem Gast die Möglichkeit geben, das zu essen und zu bestellen, wann und wie er möchte", erklärt zur Linden.

Um das zu gewährleisten, gibt es für die Kunden verschiedene Möglichkeiten, ihr Essen zu bestellen: zum Beispiel über eine App, den Webshop oder direkt im "Kaspar Schmauser". Der Gast isst entweder im Lokal vor Ort, holt sein Essen ab oder lässt es sich nach Hause liefern. Eine weitere Besonderheit von "Kaspar Schmauser" sei, dass alle Produkte "hoch individualisierbar" seien. "Der Kunde sucht sich ganz genau aus, was er in seinem Gericht haben will und was nicht." 

"Es macht keinen Sinn, einen Kürbis im April anzubieten"

Großgeschrieben werde bei "Kaspar Schmauser" aber nicht nur ausgewogene Ernährung, sondern auch Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität. "Es macht keinen Sinn, einen Kürbis im April anzubieten, wenn die Hauptjahreszeit im September und Oktober ist. Ich bin kein Fan davon, ihn um die ganze Welt fliegen zu lassen", betont der 36-Jährige. Das Trio passt seine Speisekarte deshalb kontinuierlich an - an Kundenwünsche, aber auch an die Jahreszeit. Laut dem Gastronom ist es auch mit regionalen Produkten problemlos möglich, für Abwechslung zu sorgen und zugleich der Umwelt etwas Gutes zu tun. 

Die aktuell erschwerten Bedingungen bereiten den Gastronomen nur bedingt Sorgen. Die 50 Sitzplätze im Restaurant bleiben wohl vorerst unbesetzt. "Aber das Liefergeschäft gehört sowieso zum Angebot und wird am Anfang einfach eine noch größere Rolle spielen", vermutet zur Linden. 

Der größte Nachteil sei, dass derzeit "die Frequenz vor der Tür nicht gegeben ist".  Die Top-Lage von "Kaspar Schmauser" - mitten in der Nürnberger Innenstadt zwischen Rathaus und Frauenkirche - ist normalerweise unschlagbar. Die Suche nach dem richtigen Standort hat die drei Freunde viel Zeit gekostet. Doch jetzt im Lockdown fehlt die Masse an Passanten, die normalerweise in der Nürnberger Innenstadt unterwegs ist. Das Trio ist dennoch zuversichtlich. Und so hoffen Claudius, Philipp und Daniel, "über gezieltes Marketing  trotzdem gut starten zu können".

Die populäre Burger-Kette "Five Guys" eröffnet bald ihre erste Filiale in Franken. Die Neueröffnung in Nürnberg ist für Februar geplant. inFranken.de verrät, auf was sich Gäste des Fast-Food-Restaurants freuen dürfen.