Selbst die Hunde sind mit Fliege zur Final-Show der Fashiondays gekommen. Nicht weniger gut gestylt sind die Frauchen. Kaum eine Mode-Freundin, die nicht mit High-Heels neben dem Laufsteg sitzt.
Selbst die Herren der Schöpfung haben sich für diesen Fashion-Event im Quartier Q in Schale geschmissen. Die Zuschauer spielen bei den Fashiondays nur die zweite Geige. Die meisten Augen sind auf den schmalen Catwalk gerichtet, der so lang ist wie ein Fußballfeld breit. Hierüber stolzieren die Modelle in wechselnden Outfits. Am Ende des langen Weges müssen die Mannequins versuchen, besonders gut auszusehen, um den zahlreichen Fotografen obendrein noch ein perfektes Lächeln zu schenken.

Die Zuschauer auf den hinteren Plätzen recken die Köpfe und tuscheln über diese Schnalle oder jenen Schnitt. Hinter den Plattentellern serviert ein DJ den passenden Sound. Männer hinter der Bar mixen Drinks, die nach Zuckerhut und Zitrone schmecken. Die Klamotten der Nürnberger Nachwuchs-Designerin Mila Cardi, die gerade langbeinig über den Laufsteg getragen werden, passen perfekt zur Copacabana-Atmosphäre. Mit den kurzen Röckchen im buntem Blümchenmuster wird man sicher nicht nur am Strand von Rio de Janeiro zum Blickfang.


Caroline Köpke hat beim Entwerfen ihrer Kleider offensichtlich an den berühmten Papa gedacht. Die goldfarbenen Roben der schneidernden Tochter der Torwart-Legende erinnern an das runde Leder, das dieser so oft und sicher gehalten hat.
Caronine Köpke zeigte bei den Fashiondays in Nürnberg ihr erstes selbstentworfenes Designerkleid, mit dem sie sich auch beim Designer- Award in Nürnberg bewarb. Das Kleid zeigt ist tatsächlich unter anderem aus Teilen eines Lederfussball gefertigt. Das goldfarbene Rockteil wird von bunter Seide in grün, braun und weiß umspielt.

In den Pausen mutiert das ehemalige Quelle-Versandhaus zum Mega-Laufsteg. Der bekannte Designer Marcel Ostertag ist, wie immer möchte man sagen, sehr lässig gekleidet. Die bekannte Klatsch-Moderatorin Karen Webb schaut noch fröhlicher aus als im Fernsehen. Überall werden "Selfies" geschossen. Es wird posiert bis der Fashion-Doktor kommt. Sehen und gesehen werden ist unbestritten das stillschweigend vereinbarte Motto des Fashionday-Abends.