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Wendelstein
Familienparkplatz

Eltern-Kind-Parkplatz: Mutter (33) beschwert sich - und wird übel beschimpft

Eltern-Kind-Parkplätze sind extra breit und meist direkt am Eingang. Das lockt nicht nur Familien. Eine Mutter aus Wendelstein wollte auf das Problem aufmerksam machen - und wurde übel beschimpft.
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Auf diesem Supermarktparkplatz werden Strafzettel an alle Autofahrer ohne Parkscheibe verteilt. Kann man den Knöllchen mit einer elektronischen Parkscheibe entgehen? Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
Streit um Eltern-Kind-Parkplätze: Eine Frau, die andere Menschen auf ihr "Falschparken" hinweist, wird regelmäßig beschimpft. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

Streit um Eltern-Kind-Parkplätze: Die Familienparkplätze sind meist direkt an den Eingängen von Geschäften platziert - damit Eltern mit kleinen Kindern es nicht weit haben. Dennoch werden sie auch von anderen Personen genutzt. Eine Mutter aus Wendelstein will dagegen vorgehen - und wird regelmäßig beschimpft.

Die Parkplätze sind meist extra breit, denn so kann der Kinderwagen oder Maxi-Cosi bequem aus dem Auto gehoben werden. Oftmals sind diese Plätze belegt - nicht immer nur von Familien.

Nina R. aus Wendelstein hat davon genug: Schon oft hat sie Leute darauf hingewiesen, wenn diese auf Familienparkplätzen parkten, ohne Kinder zu haben - und wurde dafür bereits übel beschimpft. "Ich möchte auf das Thema aufmerksam machen", sagt sie inFranken.de, denn: "Diese Parkplätze sind nun mal eindeutig für Familien gedacht."

Mutter wird im Beisein ihres Sohnes beschimpft

Sie habe sich oft beschimpfen lassen müssen, sogar im Beisein von ihrem kleinen Sohn. Sie sei ja noch grün hinter den Ohren, hätte keine Ahnung was sie rede. "Einmal hat jemand gerufen: Wenn du Streit willst, dann komm her." Viele wollen mit ihr diskutieren, denn sie fühlen sich im Recht. 

Die 33-jährige Mutter aus Wendelstein wolle Leuten ins Gedächtnis rufen, diese Parkplätze freizuhalten. Sie spreche die Personen mittlerweile darauf an, wenn sie unbefugt auf solchen Plätzen stehen. "Nichts zu sagen, finde ich auch nicht gut", so Nina R.

Sie gehe freundlich, ohne Vorwurf auf die Menschen zu. "Ich sage dann: Es wäre schön, wenn Sie beim nächsten Mal darauf achten könnten", sie verlange ja nicht, dass die Person sofort ihr Auto wegfahren. "Manchmal übersieht man es auch, das ist klar. Aber oft sind die Schilder schon direkt vor der Motorhaube." 

Das Problem ist, dass Familienparkplätze offiziell nicht - wie Behindertenparkplätze - verkehrsrechtlich geregelt sind. Die Straßenverkehrsordnung sieht sie nicht vor. "Viele halten sich wahrscheinlich nicht dran, weil sie nicht abgeschleppt werden können", so Nina R. Es sei eine Sache der Freundlichkeit und Moral, sich daranzuhalten. "So hat man es viel leichter. Es sind ja nicht nur Mutter-Kind-Parkplätze. Sondern auch Väter oder Großeltern, die mit den Kleinen unterwegs sind, können hier stehen."