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Gesundheit

Eichenprozessionsspinner: Stadt Nürnberg kämpft mit starkem Befall

Die Stadt Nürnberg hat in diesem Jahr mit einem stärkeren Befall von Eichenprozessionsspinnern zu kämpfen. Die feinen Härchen der Raupen können allergische Reaktion bis hin zu Asthmaanfällen auslösen.
 
Die giftige Raupe wird an den Autobahnen im Raum Bayreuth bekämpft.
Die giftige Raupe wird an den Autobahnen im Raum Bayreuth bekämpft. Foto: LeeleeUusikuu/Pixabay.com

Nürnberg leidet unter Eichenprozessionsspinner-Befall: Die lange Trockenheit in diesem Jahr kam dem Eichenprozessionsspinner entgegen und so leidet Nürnberg in diesem Jahr unter einem stärkeren Befall der Raupen als die letzten Jahre.

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sind gefährlich. Sie verbreiten sich durch den Wind und können sowohl bei Menschen als auch bei Tieren allergische Reaktionen auslösen.

Prozessionsspinner an vielen Orten in Nürnberg

Der Eichenprozessionsspinner waren dieses Jahr schon Mitte Mai in Nürnberg zu finden. In den vergangenen Jahren breiteten sich die Tiere vor allem Anfang Juni, zu Beginn von Rock im Park, auf dem Festivalgelände am Dutzendteich aus.

Die Pressesprecherin des Nürnberger Servicebetriebs Öffentlicher Raum (SÖR) Ulrike Goeken-Haidl sagte inFranken.de, dass es dieses Jahr keine Eichenprozessions-Hotspots in Nürnberg gäbe. Die Raupe sei momentan an vielen Einzelstandorten über das gesamte Stadtgebiet verteilt. In dieser Woche (KW 26) wurde an folgenden Orten ein neuer Befall von Eichenprozessionsspinnern gemeldet:

  • Wöhrder See
  • mutmaßlich am Kinderhort in der Herriedener Straße
  • mutmaßlich an der Kirche St. Walburga 

Raupenhärchen lösen Haut- und Atemwegsreizungen aus

Durch die Eichenprozessionspinner können Hautreizungen, Reizungen der Bindehaut und der Atemwege bis zu Asthmaanfällen auftreten. Dabei muss man keinen direkten Kontakt zu den Raupen haben. Denn die langen Härchen der Raupen brechen leicht und werden durch den Wind weiter getragen.

Landen diese auf der Haut, kommt es meist zu Juckreiz, auf den ein Hautausschlag folgt. Empfindliche Hautstellen, wie Hals, Gesicht und Ellenbeugen sind besonders anfällig. Beim Einatmen der Raupenhaare kann es entsprechend zu Halsschmerzen, Husten und Asthmaanfällen kommen.

Sollten Sie die Vermutung haben, dass Sie mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners in Kontakt gekommen sind, wechseln sich nach Möglichkeit sofort Ihre Kleidung (im Freien), duschen Sie und spülen Sie eventuelle Ihre Augen aus. Treten Reizungen oder Ausschläge auf, gehen Sie zu einem Haut- oder Hausarzt. Die Pressesprecherin betont, dass allerdings sehr selten Fälle gemeldet werden, bei denen starke Reizungen ausgelöst wurden. Normalerweise komme es nicht zu starken Hautausschlägen oder allergischen Reaktionen.

Das müssen Sie tun, wenn Sie befallene Bäume entdecken

Die Eichenprozessionsspinner sind meist in großen Gruppen zu finden, sodass sie leicht zu entdecken sind. Wenn Ihnen ein Raupenbefall auffällt, melden Sie dies unter genauer Angabe des Ortes dem Servicetelefon des SÖR.

  • Telefonnummer: 0911 / 231-7637
  • Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag: 8.30 bis 15.30 Uhr und Freitag: 8.30 bis 13 Uhr

Dort erhalten Sie auch Rat, wenn Sie auf Ihrem eigenen Grundstück Bäume mit einem Befall von Eichenprozessionsspinnern entdecken. Falls Sie medizinische Fragen haben, wenden Sie sich an das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer: 0911 / 231-14182

Ungefähr Ende Juli sollte der Eichenprozessionsspinner dann auch wieder verschwinden.