• Nürnberg: Nach der Bundestagswahl 2021 - CSU-Kandidaten holen erneut Direktmandate
  • Sechs Politiker und Politikerinnen vertreten Nürnberg künftig in Berlin
  • Trotz Niederlage im Direktkampf: SPD- und FDP-Kandidatin über die Liste im Parlament
  • Tessa Ganserer (Grüne): Erste Transfrau im Bundestag kommt aus Franken 

Bei der Bundestagswahl 2021 in Nürnberg hat die CSU mit klarem Vorsprung ihre beiden Direktmandate verteidigt. Aber auch die Direktkandidierenden von SPD und Grünen in Nürnberg-Nord ziehen über die Liste in den Deutschen Bundestag. Außerdem wird Nürnberg auch weiterhin mit je einer Person aus FDP und AfD in Berlin vertreten. inFranken.de gibt den Überblick über die Menschen, die die Frankenmetropole in der deutschen Hauptstadt repräsentieren. 

Nach der Bundestagswahl 2021 in Nürnberg: Diese Politiker*innen vertreten uns in Berlin

Sebastian Brehm (CSU)

Steuerberater Sebastian Brehm hat es wieder geschafft. Er sitzt seit 2013 für die CSU im Bundestag und wird auch in der künftigen Wahlperiode seinen Wahlkreis Nürnberg Nord als direkter Abgeordneter vertreten. Brehm steht nach eigenen Aussagen für Steuerentlastungen, "mehr Freiheit den vielen kleineren und mittleren Unternehmen" gegenüber, zudem wolle er "die kleineren und mittleren Einkommen deutlich" entlasten. Das treffe "vor allem junge Familien sowie Rentnerinnen und Rentner". Brehm wirbt auch damit, "so viel Fördermittel wie möglich" nach Nürnberg holen zu wollen. 

Michael Frieser (CSU)

Michael Frieser (CSU) ist schon seit 11 Jahren direkter Abgeordneter für den Wahlkreis Nürnberg Süd/Schwabach - und wird es auch mindestens vier weitere Jahre bleiben. Friesers größtes Ziel in der kommenden Legislaturperiode: Der "Erhalt der Umwelt ohne Schuldenberg für die nächste Generation". Friesers Expertise als Jurist ist nach eigenen Angaben das Gebiet "Inneres und Recht". 

Tessa Ganserer (Grüne)

Tessa Ganserer zieht als erste Transfrau über die Landesliste ihrer Partei in den Deutschen Bundestag ein. Sie schreibt damit Geschichte. Ihr politischer Fokus liegt nach eigenen Aussagen auf Klimapolitik, "gemeinwohlorientierter" Mietmarktgestaltung und dem Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung von queeren Menschen. Außerdem will sie sich dafür einsetzen, den ÖPNV deutlich auszubauen. 

Gabriela Heinrich (SPD)

Die 58-Jährige hat das Direktmandat in Nürnberg-Nord nicht gewonnen, aber ihr hoher Listenplatz reichte auch in Bayern dafür aus, für die Sozialdemokraten wieder in den Bundestag zu ziehen. Die studierte Redakteurin hatte bisher die hohe Position als außenpolitische Vize-Fraktionsvorsitzende ihrer Partei. Die "Stärkung der Menschenrechte" und mehr Entwicklungszusammenarbeit gehören zu ihren großen Themen. Innenpolitisch will sich Heinrich unter anderem für eine "starke gesetzliche Rente" einsetzen. 

Katja Hessel (FDP)

Katja Hessel darf zu ihrer zweiten Amtsperiode als Vertreterin der Nürnberger Bevölkerung zurück nach Berlin. Über die Liste der Liberalen hat sie erwartungsgemäß erneut den Einzug geschafft. Hessel setzte Olaf Scholz (SPD) im Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal unter Druck und ist als derzeitige Vorsitzende des Finanzausschusses sicherlich keine angenehme Verhandlungspartnerin für eine Ampel-Koalition - insbesondere wenn es um Steuern geht. 

Martin Sichert (AfD)

Martin Sichert war mal bei der FDP, dann bei der SPD und ist seit 2017 Bundestagsabgeordneter für die AfD. Bei den Erststimmen erreichte Sichert am Wahlabend 2021 insgesamt 5,9 Prozent Zustimmung - deutlich weniger als sein Kollege Matthias Vogler (AfD) mit 10,2 Prozent. Trotzdem zieht Sichert über die Landesliste der Partei wieder in den Bundestag ein. Sichert will Bürokratie und Steuern senken, mehr "Pflege in der eigenen Familie" und Volksentscheide zur Eindämmung von "Lobbyismus". 

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