Böllerverbot in Altdorf: Die Stadtratsfraktion der Grünen will das Feuerwerk in der Innenstadt an Silvester verbieten. Böller seien "einfach nicht mehr zeitgemäß", meint der Grünen-Stadtrat Horst Topp. Im Jahr 2020 führt die Öko-Partei neben Umweltschutz auch die Corona-Pandemie als Argument an.

Es sei nicht mehr zeitgemäß und würde die Umwelt hochgradig belasten – damit argumentieren die Grünen immer wieder für ein Böllerverbot in der Stadt Altdorf. Es gebe andere, umweltfreundlichere Formen des Feierns – neben der Umwelt würden außerdem viele Haus- und Wildtiere darunter leiden. Hinzu komme dieses Jahr die Corona-Pandemie – derartige Einschränkungen seien für den Infektionsschutz notwendig. 

Böllerverbot an Silvester: So hat der Stadtrat in Altdorf entschieden

Für ein allgemeines Feuerwerksverbot in der Kernstadt Altdorf liege derzeit jedoch keine Rechtsgrundlage vor – mit dieser Begründung hat der Stadtrat den Antrag der Grünen nun abgelehnt.

Auch eine kulturelle Alternative wie zum Beispiel eine Silvester-Lasershow, wie die Grünen vorschlagen, komme dieses Jahr nicht infrage. Allein ein Appell geht aus dem Stadtrat hervor: Aus gesundheitlichen und Umweltgründen wird die Bevölkerung angehalten, auf Feuerwerk und Böller allgemein zu verzichten.

Die Grünen wollen jedoch auch nächstes Jahr wieder einen Versuch starten, dem Böllern in der Altdorfer Innenstadt ein Ende zu setzen. "Wir werden nicht locker lassen – es ist allgemein so, dass das Böllern der alten Art aus Umweltgründen nun endlich aufhören sollte", meint Topp.

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