50 Tiere stürmten fränkischen Discounter - jetzt macht Penny dem Schäfer ein Angebot

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Kreis Main-Spessart: 50 Schafe in Supermarkt - Schäfer hat Verdacht
Kreis Main-Spessart: 50 Schafe in Supermarkt - Schäfer hat Verdacht
-/REWE Group/dpa

Ein Penny-Markt im Kreis Main-Spessart wurde am Montag (5. Januar 2026) von einer Schafsherde aufgesucht. Jetzt reagiert die Discounter-Kette.

Das sieht man nicht alle Tage: Ein Supermarkt in der unterfränkischen Gemeinde Burgsinn hatte am Montag (5. Januar 2026) tierischen Besuch.

Rund 50 Schafe sind schnurstracks in eine Filiale des Discounters Penny marschiert und haben sich etwa 20 Minuten lang zwischen Regalen im Kassenbereich aufgehalten, wie ein Unternehmenssprecher am Dienstag mitteilte.

Update vom 08.01.2026: Penny-Chef mit freundlicher Geste nach Schafstrubel  

Der Discounter Penny nutzt das Schafs-Chaos offensichtlich für positives Marketing. "Ob die Schafe auf der Suche nach einem bestimmten Angebot waren oder sich bloß aufwärmen wollten, das ließ sich leider nicht klären", heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Kette. "Offensichtlich gefiel es dem Trupp im Kassenbereich des Marktes sehr gut", kommentiert die Presseabteilung den Vorfall im Nachgang. 

"Das gesamte Penny-Team hat sensationell auf den Vorfall reagiert und den Markt rasch gereinigt, damit der Betrieb unvermindert weitergehen gehen konnte", wird Philipp Stiehler, Vorsitzender der Geschäftsleitung von "Penny Südwest", zitiert. Die rund 20 Kunden hätten den tierischen Spontanbesuch dem Vernehmen nach "auch sportlich genommen", heißt es.

"Wir werden weder für den Schaden noch die Reinigung dem Schäfer eine Rechnung stellen. Im Gegenteil: Wir würden gerne für ein Jahr die Patenschaft für die 50 schaf-sinnigen Ausreißer übernehmen und zum Beispiel das Futter stellen. Wir werden dazu den Kontakt mit dem Schäfer aufnehmen", so Stiehler. 

Erstmeldung vom 07.01.2026: Schafe besuchen fränkischen Supermarkt - folgten sie einem Kunden?

Es blieb ungeklärt, was die Schafe zu ihrem Ausflug verleitete. Sie hatten sich kurz zuvor von ihrer Herde gelöst und sich dann in das Geschäft verirrt. Der Schäfer äußerte gegenüber örtlichen Medien den Verdacht, dass die Tiere einem Kunden in die Filiale folgten, da sie Futter in dessen Tasche vermuteten.

Nach dem Vorfall am Montag wurde der Markt gereinigt. Es sei nicht beabsichtigt, gegen den Schäfer Forderungen zu stellen, hieß es bei Penny.