Die 37-jährige Bayreutherin sicherte sich beim mit 1,15 Millionen US-Dollar dotierten Rennen als Zweite eine Prämie von 70 000 Dollar. Der 31-jährige Michelauer (Lkr. Lichtenfels) erhielt als Zehnter noch 17 000 Dollar. Die Siegprämien über jeweils 100 000 Dollar holten sich die Kanadierin Paula Findlay und der norwegische 70.3-Weltmeister Gustav Iden. Als Dritte belohnte sich Laura Philipp (33, Heidelberg) mit 50 000 Dollar.

Beide Rennen im vier Kilometer langen Oval des Daytona International Speedways waren sehr spannend. Haug kämpfte sich von Platz 12 nach dem Schwimmen (2 Kilometer) im Radpart (80 Kilometer) auf Rang 7 vor und wurde dann auf dem Weg zum angestrebten Titel von einer umstrittenen Zwei-Minuten-Strafe ausgebremst. Dadurch erhöhte sich ihr Rückstand auf die bereits führende Findlay auf gut sechs Minuten.

Haug mit Wut im Bauch

Mit Wut im Bauch preschte die laufstarke Bayreutherin los und holte Konkurrentin um Konkurrentin ein. Nach etwa der Hälfte der 18 Kilometer hatte sie die auf Platz 2 liegende Philipp eingeholt. Die Kanadierin rettete einen Vorsprung von 2:36 Minuten vor Haug ins Ziel. "Durch die Strafe war ich voll motiviert und habe mir gesagt, ich habe nichts mehr zu verlieren. Ich bin so schnell gelaufen, wie ich konnte, aber Paula war zu weit weg. Ich hatte keine Chance sie zu schlagen. Ich bin froh über meinen zweiten Platz. Ich habe das Beste draus gemacht", sagte Haug im Ziel.

Philipp freute sich über Rang 3 und über die Tatsache, überhaupt wieder einen Wettkampf bestritten zu haben. "Es war hart, es war brutal, aber es war eine perfekte Kulisse für Triathlon", sagte die 33-Jährige.

Dreitz bester Deutscher

Vier Stunden nach dem Frauenstart wurden die 60 Männer über die gleiche Distanz losgeschickt, darunter acht Deutsche. Die Stars Jan Frodeno und Patrick Lange waren nicht am Start. Aus dem Lake Lloyd stieg Dreitz mit 2:17 Minuten Rückstand auf die Führenden. Zusammen mit dem Ironman-Weltmeister von 2014, Sebastian Kienle, machte sich der Oberfranke auf die Aufholjagd auf dem Rad. Kienle musste nach gut der Hälfte des Radrennens verletzt aufgeben. Dreitz hingegen lag nur noch eine Minute hinter der Spitze, wo sich eine siebenköpfige Gruppe formierte.

Beim Lauf ging es hinter dem früh führenden Iden, der in 3:05:06 Stunden siegte, drunter und drüber. Am Ende lief Matt Hanson (USA) mit der schnellsten Laufzeit auf Rang 2 vor dem Briten George Goodwin ins Ziel. Dreitz kämpfte sich noch in die Top Ten (3:07:45) und war damit bester Deutscher vor Florian Angert (28, Weinheim) auf Rang 13.us/dpa