Der erste Grund war, dass die WM in Belgrad vom 12. bis 18. Dezember aufgrund der Corona-Pandemie vom Ringer-Weltverband (UWW) zu einem Einzel-Weltcup heruntergestuft wurde. Zu viele Top-Nationen hätten nicht teilnehmen können. Ein Ersatztermin für die WM steht noch nicht fest.

Der zweite Grund war eine Operation bei Wagner. Das Ringer-Ass in der 82-Kilo-Klasse im griechisch-römischen Stil musste sich vor einigen Wochen einer kleinen Operation im Leistenbereich unterziehen, die ihn vier Wochen nicht trainieren ließ. Deshalb kam Wagner mit Bundestrainer Michael Carl zum Schluss, dass ein Start gegen die Weltklasse-Ringer in Serbien nicht sinnvoll sei. "Ich trainiere erst seit zwei Wochen wieder voll und hätte für den Weltcup auch noch Gewicht machen müssen", begründet Wagner auf Nachfrage seinen Verzicht. Für Wagner rückt Roland Schwarz von der 77- in die 82-Kilo-Klasse nach oben.

Fokus auf EM im Februar

Wagner trainiert nun die nächsten sechs Wochen intensiv und bereitet sich auf ein internationales Turnier in Zagreb (Kroatien) Mitte Januar vor. Dort nominiert der Bundestrainer dann die Starter für die Europameisterschaft vom 8. bis 14. Februar in Katowitz (Polen). "Das sind meine nächsten Ziele", sagte der 25-Jährige aus dem Trainingslager in Herzogenhorn im Schwarzwald.