59 Jugendliche trainierten eine Woche lang im Trainingscamp Lichtenfels. "Trainieren wie die Profis" versprach das fünftägige Trainingscamp der Fundacion Real Madrid - die Fußballschule der "Königlichen".


Mit neuem Trikot auf den Rasen

Die Jugendlichen zwischen 7 und 14 Jahren, überwiegend aus den Landkreisen Lichtenfels und Coburg, hatten sich am Montag beim Vereinsheim des FCL eingefunden. Unter den Teilnehmern waren zwei Mädchen: Die neunjährige Sarah, die in einer reinen Mädchenmannschaft des TSV Ebermannstadt spielt, hatte wohl zusammen mit ihrem zehnjährigen Bruder Elias die weiteste Anreise. Nach der Ausstattung der jungen Fußballer mit einem Trikotset, auf dem entweder der Name des Lieblingsspielers oder der eigene Name stand, ging es los. Die Fußballschule hatte die Trainer Tim Lapp, Helmut Rahner und Rüdiger Folz mitgebracht, seitens des Veranstalters fungierten Uwe Renner und Lea Treubel als Betreuer.

Bevor es zur ersten Übung ging, wurden mehrere altersgerechte Gruppen gebildet. Am Vormittag ab 9.30 Uhr und nach eine längeren Mittagspause, in der die jungen Sportler mit einer sportgerechten Mahlzeit versorgt wurden, waren jeweils sechs verschiedene Übungseinheiten zu absolvieren. Etwa 150 solcher Camps werden deutschlandweit in einem Jahr veranstaltet. Dabei findet auch jeweils eine Bewertung statt. Die besten Nachwuchskicker aus jedem Camp qualifizieren sich für die nationalen Finalturniere und am Ende kann sich sogar der Traum der Jugendlichen verwirklichen, einmal im Fußballtempel Santiago Bernabéu von Real Madrid vorspielen zu dürfen.


"Wir brauchen Teamplayer"

Das Bewertungsspektrum reicht von Schussstärke und Technik über Schnelligkeit, Laufstrecke, schnelles Umschalten im Spiel bis zu Zweikampfverhalten und kameradschaftlichem Verhalten. Die Bewertungskriterien zielen aber nicht nur auf das fußballerische Talent ab, sondern berücksichtigen auch die soziale Kompetenz. "Soziale Werte wie Respekt, Toleranz und Disziplin sind im Sport sehr wichtig", betonte der Campleiter Tim Lapp. "Wir brauchen nicht nur einen Spieler, der gut kicken kann, sondern einen Teamplayer, der sich gut in die Mannschaft integriert".


Hutter und Robisch ausgezeichnet

Nach dem einwöchigen Camp mit vielen abwechslungsreichen Trainingsstunden und Übungsspielen durften die sportbegeisterten Nachwuchskicker bei der Abschlussveranstaltung am Freitagnachmittag eine Teilnehmerurkunde und einen Fußball entgegennehmen. Als bester Spieler des Camps wurde Jannik Hutter von TSV Staffelstein ausgezeichnet, während sich Jan Robisch vom FC Lichtenfels als bester Teamplayer bewährte. Der 14-jährige Robisch, der mit seinem Verein in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Staffelstein in der C-Jugend spielt, äußerte sich über das Trainingscamp positiv. "Die einzelnen Übungsabschnitte waren sehr abwechslungsreich und deckten alle wichtigen Trainingsbereiche ab. Besonders eindrucksvoll waren die mit LED-Lämpchen bestückten blinkenden Trainingsleibchen, die der Trainer zeitlich und farblich steuern konnte, womit wir uns immer wieder auf neue Spielsituationen einstellen mussten".