Zehn Teams qualifizierten sich für das Finale der Kreismeisterschaft im Hallenfußball. In der Ebersdorfer Frankenland-Halle wird am Sonntag der neue Meister ermittelt. Gespielt wird Futsal - also ohne Bande und auf kleine Tore. Ein klarer Favorit ist schwer auszumachen, denn mehrere Teams haben in den Vor- und Zwischenrunden gezeigt, dass sie taktisch bestens vorbereitet auf diese Art von Fußball sind.
Als Experten gelten in erster Linie die vier Finalisten der beiden Endrunden des Spielkreises Coburg/Lichtenfels und des Kreises Kronach. Viele Insider, die sich die vorangegangenen Turniere angeschaut haben, trauen in diesem Jahr den Mitwitzern den großen Wurf zu. Die Mannschaft des selbst auf dem Parkett effizient mitwirkenden Spielertrainers Johannes Müller lässt nur wenig Gegentore zu und zeigte Vollstrecker-Qualitäten vor dem schmalen "Handball-Tor".
Dazu kommt mit dem SV Friesen ein weiteres Kronacher Team, das im KC-Finale gezeigt hat, dass es auch ohne seinen großen "Budenzauberer" Christian Brandt gefährlich sein kann. Erst im Sechsmeterschießen zogen die "Flößer" den Kürzeren.


Viele Ausnahmespieler in Gruppe 1

Diese beiden Mitfavoriten wurden auf zwei Vorrundengruppen verteilt. Ebenso getrennt wurden die beiden Coburger Finalisten: Titelträger SV Bosporus Coburg mit seinen Edeltechnikern trifft auf Friesen und bekommt es außerdem mit dem Überraschungsteam aus Heldritt sowie dem FC Stockheim und dem TSV Marktzeuln zu tun.


Von Backert bis Schubert

In der Gruppe tummeln sich viele erstklassige Fußballer, zum Beispiel Ulrich Backert vom TSV Marktzeuln - einen effektiveren, ballsicheren Spielern gibt es auf dem Parkett weit und breit nicht. Seine Erfolge und persönlichen Auszeichnungen im letzten Jahrzehnt sprechen für sich.
Apropos persönliche Ehrungen: Ertan Sener (SV Bosporus) wurde schon vor elf Jahren in Rosenheim als bester Feldspieler der Endrunde um die damalige bayerische Meisterschaft von den kritischen BFV-Funktionären ausgezeichnet.
Oder René Schubert. Der ehemalige Regionalligaspieler der SpVgg Bayreuth und Stürmer des Landesligisten SV Friesen will mit seiner ganzen Erfahrung die jungen Burschen des FC Stockheim zum Sieg führen.


Geheimfavorit in Gruppe 2

Die Landesliga-Vertretung des FC Lichtenfels mit ihrem Spielgestalter Steffen Hönninger ist Favorit in der Gruppe 2. Die "Korbstädter" überzeugten bisher auf ganzer Linie und haben sich in diesem Jahr viel vorgenommen. Ähnliches gilt für die "Mönche". Seit Jahren bestimmen sie das Niveau unter dem Dach mit, und auch Ende 2016 ist es der Truppe von Trainer Thomas Hüttl gelungen, ihre prominenten Ausfälle zu kompensieren. Taktgeber ist zweifelsohne Fabio Canonne, aber auch Philipp Walther kann beim Futsal ein Spiel im Alleingang entscheiden. Für den FC Mitwitz wird diese Gruppe also mit Sicherheit kein Zuckerschlecken.
Der Sieger des Ebersdorfer Turniers und der Vizemeister qualifizieren sich für die oberfränkische Meisterschaft, bei der der Starter für die bayerische Meisterschaft ermittelt wird. oph