Das musikalische Programm für das Scheunafestival am 21. Mai in Seubersdorf - einem Ortsteil von Weismain - steht. Mit von der Partie ist die Kasendorfer Doom-Metal-Band Cosmic Wasteland. Ob sie wieder, wie beim Peestener Open Air vor drei Jahren, Top-Band des Abends sein wird, steht noch in den Sternen. Berechtigte Hoffnungen dürfen sich die Musiker vom Jura schon machen.

Brandy Schäck aus Peesten, der zusammen mit Bewohnern aus dem Dorf und Freunden seit rund 20 Jahren das Festival im Feuerwehrstadel ehrenamtlich auf die Beine stellt, verfolgt den Plan, dem Quintett wieder die Top-Position anzubieten.

"Unser Metal-Sound, der düster und schwer klingt, wäre die ideale Musik zur Geisterstunde.
Zudem wird sich unser Bandmaskottchen Witcher die Mönchskutte überstreifen und das Publikum mit Showeinlagen überraschen", findet auch Sänger André Rosenbusch.

Er verrät, dass er mittlerweile immer wieder von wildfremden Menschen angesprochen werde. Der steigende Bekanntheitsgrad komme nicht von ungefähr. Die Gruppe sei in den vergangenen Jahren viel herumgekommen. Nürnberg, Wien, Würzburg - sogar auf einer Alm in den Alpen durften sie zur Wintersonnenwende spielen. Das nach dem Bandnamen benannte und im vergangenen Jahr veröffentliche Mini-Album fand in den einschlägigen Metal-Magazinen Zuspruch. "Die positive Resonanz zeigt uns, dass wir an der Basis, bei den Doom-Metal-Freaks Gehör finden." Rosenbusch legt großen Wert darauf, dass es sich beim Tonträger um eine schwarze Vinylscheibe handele: "Wir sind vom alten Schlag. In der heutigen Zeit ist alles schnell und kurzlebig. Mit unserer Vinylscheibe wollen wir einen Gegenpol setzen. Beim Auflegen einer Schallplatte muss man sich Zeit nehmen. Zudem nimmt man die Lieder bewusst wahr, weil man nicht schnell vor- oder zurückspielen kann."


Punk und Garagenrock

André Rosenbusch, Christian Bauer, Markus Weisschädel, Daniel Goldsborough und Stefan Frisch von der Gruppe Cosmic Wasteland sind nicht die einzigen, die am Samstag, 21. Mai, in Seubersdorf ab 21 Uhr auf der Bühne stehen werden. Zwei Bayreuther Bands sind mit von der Partie, die im Bewusstsein vieler Bierstadt-Fans ein Teil der Kulmbacher Musikszene sind.

Die Rede ist von der Gruppe Benzin Penis und von dem Trio Weak Willies, die von zahlreichen Konzerten, wie dem Peestener Open Air, bekannt sind. Erstere wissen, wie wie man den klassischen Hard Rock der 70er Jahre musikalisch buchstabiert, letztere begeistern seit über 30 Jahren mit einer knalligen und vor allem eingängigen Mischung aus Punk und Garagenrock. Bei der vierten Band handelt es sich um eine Neuentdeckung von Brandy Schäck: "Wer auf Gruppen, wie die Hellacopters oder Glueciver steht, ist bei der Gruppe Deviltrain aus Bamberg genau richtig."