• Imbiss "Karibisches Eck" in Lichtenfels bei Brand am 7. August komplett zerstört
  • Ermittlungserfolg am folgenden Wochenende: Zwei Verdächtige stellen sich, zwei weitere wurden ermittelt
  • Polizei fahndete mit Video und Fotos nach vier Jugendlichen - Aufnahmen zeigen sie beim Einbruch in den Imbiss

Für die Betreiber des "Karibischen Ecks" ist ein Lebenstraum zerstört worden: Der beliebte Imbiss am Baggersee im Lichtenfelser Stadtteil Oberwallenstadt brannte am Sonntag, 7. August 2022, komplett nieder. Vier Jugendliche stehen im Verdacht, für das Feuer verantwortlich zu sein. Nachdem am Freitag mehrere Fotos und ein Video der Verdächtigen veröffentlicht worden waren, melden Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag (15. August) einen Ermittlungserfolg

Update vom 15.08.2022, 11.55 Uhr: Identität der Verdächtigen steht fest

Die Identität der vier verdächtigen Jugendlichen, die mutmaßlich für den Brand im Oberwallenstadter Badesee-Imbiss "Karibisches Eck" verantwortlich sind, ist geklärt: Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Coburg vom Montag (15. August 2022) hervor, die damit auch die Öffentlichkeitsfahndung widerruft. 

Nach der Veröffentlichung von Bild- und Videoaufzeichnungen zum Brand im "Karibischen Eck" hätten die Kriminalpolizei Coburg zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung erreicht, heißt es in der Mitteilung.

Unter anderem sei alleine der Facebookbeitrag der Polizei Oberfranken zur Öffentlichkeitsfahndung über 3000 Mal geteilt worden.

Männliche Verdächtige stellen sich - Aussagen führen zu den weiblichen Gesuchten

Der "hohe Fahndungsdruck" habe letztlich dazu geführt, dass sich am Samstag und Sonntag die zwei männlichen Tatverdächtigen bei der Polizei gestellt haben, erklären die Behörden. Aufgrund der Aussagen der männlichen Verdächtigen konnten auch die beiden jungen Frauen ermittelt werden.

Die vier Jugendlichen sind zwischen 16 und 17 Jahre alt. Weitere Angaben zu den Verdächtigen machten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht.

Die Kriminalpolizei Coburg und Staatsanwaltschaft Coburg ermitteln nun gegen die Jugendlichen wegen Hausfriedensbruchs, besonders schweren Falls des Diebstahls und Brandstiftung.

Update vom 12.08.2022, 14 Uhr: Polizei fahndet mit Video nach Jugendlichen

Sie hatten die Chance bekommen, sich freiwillig zu stellen - nutzten sie aber nicht. Nun fahndet die Polizei nach dem verheerenden Brand des "Karibischen Ecks" mit Fotos und einem Video nach den vier Jugendlichen, die dort einbrachen. Fast eine Woche ist seit dem Großbrand in Lichtenfels vergangen, bei dem der Imbiss "Karibisches Eck" vollkommen zerstört wurde. Die Ermittler der Polizei hatten anschließend bekannt gegeben, dass ihnen Videoaufnahmen vorliegen, die vier Jugendliche beim Einbruch zeigen. Diese gelten seitdem als tatverdächtig und bekamen die Chance, sich freiwillig zu stellen. Diese ließen sie allerdings ungenutzt.

Das Polizeipräsidium Oberfranken und die Coburger Staatsanwaltschaft haben daher am Freitagvormittag (12. August) eine Videoaufnahme sowie Fotos der Jugendlichen veröffentlicht, um nach ihnen zu fahnden. In dem 14-sekündigen Videoclip ist zu sehen, wie die vier Jugendlichen aus einem Fenster klettern, ein Mädchen trägt zudem eine weiße Plastiktüte.

Die Ermittlungen zum Brand laufen weiter auf Hochtouren, meldet das Polizeipräsidium. "Auf gesichertem Videomaterial ist ersichtlich, dass sich zwei Männer und zwei Frauen im geschätzten Alter zwischen 15 und 18 Jahren im Imbiss aufhielten, bevor dieser kurze Zeit später in Flammen aufging." Da sich die Jugendlichen bislang nicht gemeldet hatten, habe die Polizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Coburg und der Kriminalpolizei Coburg entschieden, Standbilder aus den Videoaufzeichnungen sowie zwei Sequenzen zu veröffentlichen.

Staatsanwaltschaft und Polizei bitten nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung: Zeugen, die auf den Bildern eine oder mehrere Jugendliche identifizieren können, sollen sich unter der Telefonnummer 09561/645-0 melden. inFranken.de hat mit den Betreibern des "Karibischen Ecks" gesprochen: Das Feuer hat ihren Lebenstraum zerstört.

Update vom 09.08.2022: Feuer im "Karibischen Eck" - Feuerwehr wendet sich an Jugendliche

Nach dem verheerenden Brand des Imbissstandes "Karibisches Eck" in Lichtenfels geht die Suche nach den Verantwortlichen weiter. Die Polizei hatte bereits bekannt gegeben, dass nach der Auswertung von Videomaterial Hinweise auf einen Einbruch sowie Brandstiftung vorliegen. Die Aufnahmen zeigen vier Jugendliche, die in den Imbiss eingestiegen waren. Die Polizei hat sie dazu aufgerufen, sich freiwillig zu stellen. Auch die Lichtenfelser Feuerwehr richtet nun einen eindringlichen Appell an die Gruppe.

"An euch vier Jugendliche ergeht hiermit unser Appell: Auf geht’s - jetzt Verantwortung übernehmen!", schreibt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Lichtenfels auf ihrer Facebook-Seite. "Wir konnten bereits während der Löscharbeiten gut mit dem Geschädigten des Brandes mitfühlen, der von den Trümmern seiner Existenz stand."

Der Imbiss sei "einer der vielen schönen Orte" von Lichtenfels gewesen, dem auch die Einsatzkräfte in ihrer Freizeit gerne einen Besuch abstatteten. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse, die aus dem Videomaterial gewonnen wurden, seien ein erster Erfolg.

Dabei sei es der Polizei, insbesondere den Inspektionen Lichtenfels und Coburg, "hoch anzurechnen", dass die gesuchten Jugendlichen die Chance bekommen, "zu ihrem hoffentlich einmaligen Fehlverhalten zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. So wie es sich gehört", schreibt die Feuerwehr weiter.

Die Einsatzkräfte, die am Wochenende vor Ort die Löscharbeiten übernommen hatten, finden aber noch deutlichere Worte: "Wer Scheiße baut, sollte auch dafür geradestehen! Nutzt diese besondere und zeitlich begrenzte Chance - der Richter wird es sicherlich zu würdigen wissen."

Update vom 08.08.2022: Nach schwerem Imbiss-Brand - Videomaterial liefert Hinweise

Nachdem am Sonntagmorgen (7. August) am Lichtenfelser Badesee im Stadtteil Oberwallenstadt ein Feuer im Imbiss "Karibisches Eck" ausgebrochen war, verdichten sich nun die Hinweise der Kriminalpolizei Coburg, dass eine Gruppe Jugendlicher für den Brand verantwortlich sein könnte. Die Kripo geht derzeit von Brandstiftung aus, wie das Polizeipräsidium Oberfranken am Montag in einer offiziellen Mitteilung schreibt.

Gegen 9 Uhr morgens konnte der Brand schließlich von der Feuerwehr gelöscht werden. "Die Einsatzkräfte standen nur noch vor den Überresten des einstigen Imbissstands am dortigen Badesee", beschreibt die Polizei die Lage vor Ort. Es habe zwar keine Verletzten gegeben, der entstandene Sachschaden sei aber groß und befinde sich ersten Schätzungen zufolge im fünfstelligen Bereich.

Bereits einen Tag nach dem verheerenden Brand veröffentlicht die Coburger Kripo erste Ermittlungsergebnisse: "Diese deuten darauf hin, dass das Verhalten von vier Jugendlichen Ursache des Feuers gewesen sein könnte", heißt es vonseiten der Polizei. Videomaterial sei gesichert worden, auf dem deutlich zu sehen sei, wie zwei weibliche und zwei männliche Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren nachts in den Imbiss einbrachen.

Videoaufnahmen zeigen Einbruch in Imbiss: Wer sind die Jugendlichen?

Die Aufnahmen zeigen weiterhin, wie sich die Jugendlichen in der Küche Essen zubereiteten. Anschließend kletterten sie in den frühen Morgenstunden wieder aus dem Fenster und flüchteten, als es draußen noch dunkel war. Kurze Zeit später stand das "Karibische Eck" in Flammen.

Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt nun wegen des Verdachts der Brandstiftung und des Einbruchdiebstahls. Die Beamten richten sich direkt an die vier Jugendlichen und wollen ihnen die Gelegenheit geben, "zu ihrem Fehlverhalten zu stehen und sich selbst zu stellen", schreibt das Präsidium weiter. "Sollten die Jugendlichen dieser Aufforderung nicht nachkommen, wird die Kripo Coburg weitere und tiefgreifende Ermittlungsschritte in Erwägung ziehen." Dazu zähle beispielsweise eine öffentliche Fahndung anhand des Videomaterials.

Zeugenhinweise können sich unter der Telefonnummer 09561/645-0 melden, falls sie weitere Hinweise zum Brand haben.

Erstmeldung vom 07.08.2022: "Karibisches Eck" niedergebrannt - Kripo ermittelt

Aus bislang unbekannter Ursache ist am Sonntagmorgen (7. August 2022) im "Karibischen Eck" am Badesee im Lichtenfelser Stadtteil Oberwallenstadt ein Feuer ausgebrochen. Der bekannte Imbiss konnte auch durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr nicht mehr gerettet werden. Er brannte völlig aus. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Coburg zur Brandursache, wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet.

Gegen 8.30 Uhr bemerkten Zeugen den dichten, schwarzen Brandrauch, der sich bereits über dem Campinggelände des Badesees ausgebreitet hatte. Durch die schnellen Löschversuche konnte zwar verhindert werden, dass das Feuer weitreichend auf geparkte Autos oder aufgestellte Sonnenschirme übergriff, jedoch brannte der Imbiss selbst komplett aus.

Es entstand Sachschaden im geschätzt hohen fünfstelligen Bereich. Verletzt wurde niemand. Um 9 Uhr war das Feuer gelöscht und die Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg konnten vor Ort beginnen.

Derzeit gilt die Brandursache als unklar. Die Kriminalbeamten bitten Zeugen, die im Bereich des "Karibischen Ecks" verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 09561/645-0 bei der Kripo Coburg zu melden.

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th/red

Vorschaubild: © Karibisches Eck