Großeinsatz in der Innenstadt von Hof: Im Schuppen eines Mehrfamilienhauses in der Bachstraße/Marienstraße ist am Montagnachmittag, dem 8. August 2022, ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Wie die Polizei berichtet, war ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehr auch noch am Abend damit beschäftigt, den Brand zu löschen. Erst gegen 20.40 Uhr konnten die Flammen unter Kontrolle gebracht werden.

Am Tag danach meldet die Polizei: Das Feuer richtete wohl einen Schaden in einstelliger Millionenhöhe an.

Update vom 10.08.2022, 11.24 Uhr: Ermittlungen zur Brandursache dauern an

Die Ermittlungen zu der Ursache des Großbrandes in der Hofer Innenstadt dauern an. Die Spuren müssten nun ausgewertet werden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Mittwoch. Noch ist unklar, wodurch das Feuer am Montagabend ausgelöst worden war. 

Ein Wohnblock war in Flammen aufgegangen, dabei entstand ein Millionenschaden. Mindestens sieben Menschen wurden leicht verletzt, die meisten erlitten Rauchvergiftungen. Bis zu 250 Einsatzkräfte bekämpften den Brand. Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen in einem Schuppen im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses aus und griff dann auf das Gebäude über.

Der Dachstuhl des Wohnblocks stürzte ein, die Flammen breiteten sich auf andere Häuser aus und beschädigten diese.

Erstmeldung vom 08.08.2022, 18.27 Uhr: Feuer wütet in Hof - Bewohner retten sich vor Flammen

Etliche Notrufe gingen am Montag kurz vor 16 Uhr bei der Integrierten Leitstelle sowie bei der Einsatzzentrale der oberfränkischen Polizei ein. Die Zeugen berichteten von schwarzem, dichtem Rauch über den Dächern der Bachstraße und der Marienstraße. Die alarmierten Einsatzkräfte lokalisierten den Brand in einem Hinterhof eines Reihenhauses in der Bachstraße.

In einem schwer zugänglichen Gebäudeteil schlugen bereits Flammen aus dem Wohnhaus. "Teilweise haben sich die Anwohner selbst ins Freie gerettet", berichtet Polizeisprecherin Franziska Schramm. Insgesamt sieben Personen zogen sich leichte Verletzungen zu, zunächst hatte die Polizei von fünf Verletzten gesprochen. Der Rettungsdienst kümmerte sich um sie, einige Bewohner mussten mit Rauchgasvergiftungen in einem Krankenhaus behandelt werden.

"Parallel zum Beginn der Löschmaßnahmen begannen Polizistinnen und Polizisten damit, die umliegenden Häuser zu evakuieren", heißt es außerdem in einem Polizeibericht. "Schnell kamen die Einsatzleitungen der verschiedenen Blaulichtorganisationen zu dem Ergebnis, dass dieser Brand durchaus als Großlage einzuordnen ist und deren Abwicklung umfassende Kräftenachforderungen bedeutet."

Zur besseren Lagebeurteilung wurde ein Polizeihubschrauber angefordert. Dieser kreiste ab 17 Uhr über dem brennenden Gebäude. Per Live-Übertragung erhielten die Einsatzleitungen von Polizei und Feuerwehr aktuelle Informationen zum Ausmaß des Feuers. Hinzu kamen drei Hubschrauber des Rettungsdienstes, die auf einem angrenzenden Sportplatz bereitstanden. Die Straßen wurden während des Einsatzes weiträumig für den Verkehr gesperrt und für die vielen Einsatzfahrzeuge freigehalten.

Notunterkunft für Hofer Anwohner eingerichtet

Für betroffene Anwohner der Mehrfamilienhäuser organisierten die Betreuungsgruppe des Rettungsdienstes sowie die Stadt Hof kurzfristig Rückzugs- und Unterbringungsmöglichkeiten. Zudem wurde am Abend die Jahnhalle als Notunterkunft vorbereitet. Die Polizei sprach am Abend von etwa 40 bis 50 Menschen, die sich in einer Anlaufstelle eingefunden hatten.

Mehr als 250 Einsatzkräfte bekämpfen Brand

Über Rundfunk sowie Lautsprecherdurchsagen informierten Einsatzkräfte fortlaufend über die Entwicklungen des Brandes und die Bewegungsrichtung der Rauchschwaden. Anwohner im Bereich des Bahnhofsviertels sowie des Q-Bogens wurden darauf hingewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Insgesamt waren mehr als 250 Kräfte der verschiedenen Organisationen im Einsatz.

In der Zwischenzeit breitete sich das Feuer auf weitere Wohnhäuser aus. Der Dachstuhl eines Hauses stürzte ein, zwei weitere Häuser wurden von den Flammen beschädigt. Der ursprünglich betroffene Wohnblock ist am Abend "größtenteils komplett ausgebrannt", heißt es in einem Update der Polizei von 20.45 Uhr. Das Feuer griff im weiteren Verlauf auf die angrenzenden Hausnummern über. Mittlerweile sind die Löscharbeiten aber abgeschlossen.

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