Ein Außenlift in Massivbauweise mit seitlicher Eingangstür wäre um einiges teurer gekommen. Architektin Ruth Schwarzmeier aus Bayreuth hatte die Kosten hierfür auf 103.000 Euro netto beziffert. Zudem wurde beschlossen, im Erdgeschoss der Bildungseinrichtung ein beidseitig anfahrbares Behinderten-WC einzubauen. Kostenpunkt: 25.000 Euro.


Inklusion kommt


Bis zu Beginn des neuen Schuljahres sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Und das aus gutem Grund: An immer mehr Schulen im Freistaat werden behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam unterrichtet. An der Mittelschule Altenkunstadt wird ab dem nächsten Jahr inklusiver Unterricht angeboten. Ein gehbehindertes Kind, das auf den Rollstuhl angewiesen ist, wird dann die Einrichtung besuchen.


Als sich abzeichnete, dass die Mehrheit wohl für einen Treppenlift stimmen würde, hielt Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) ein leidenschaftliches Plädoyer für den Anbau eines Außenliftes unweit des Haupteinganges. Ein Aufzug sei eine Investition in die Zukunft, bei der man langfristig denken müsse.


Bürgermeister überstimmt


Der Redner zählte die Vorteile auf: "Damit kann man auch Material transportieren. Für Schüler mit einem Beinbruch wäre ein solcher Aufzug ebenfalls eine Erleichterung. Zudem nimmt die Inklusion immer mehr zu: Man muss kein Hellseher sein, wenn man feststellt, dass auch die Altenkunstadter Mittelschule zukünftig von mehr behinderten Kindern und Jugendlichen besucht wird."

Großen Wert legte das Gemeindeoberhaupt auf die Feststellung, dass die Kosten für einen Aufzug vom Haushalt gedeckt seien. Hümmers Argumente verfingen allerdings nicht bei vielen. Welche Variante präferiert die Schulleitung? Der Bürgermeister teilte mit, dass diese einen Aufzug lieber hätte, aber auch mit einem Treppenlift, wie er am Meranier-Gymnasium Lichtenfels und der Weismainer Grundschule bereits im Einsatz sei, leben könne.
Beim Einbau einer behindertengerechten Toilette in der Aula des Erdgeschosses verständigte man sich auf folgende Vorgehensweise: In Absprache mit der Schulleitung soll der genaue Standort festgelegt werden.

Strittig ist nämlich noch die Frage, ob der Getränkeraum oder die Abstellkammer für die Putzfrauen dem stillen Örtchen weichen müssen. Für den wegfallenden Raum werde man eine Lösung finden, waren sich am Schluss der Debatte alle einig.


Mobilfunkmasten sorgen die Bürger


Wie ist es um die Mobilfunkmasten auf dem Hochhaus in der Woffendorfer Straße bestellt, die bekanntlich vielen Bürgern ein Dorn im Auge sind? Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff gab auf Nachfrage von Gemeinderätin Martina Metzke einen Sachstandsbericht ab. Man werde ein Immissionsgutachten erstellen, um dann im Dialogverfahren mit der Telekom einen geeigneten Standort im Außenbereich zu finden, der über eine geringe Strahlung, aber eine große Reichweite verfüge.

"Es werden zwölf Standorte untersucht und sechs bis acht Messungen durchgeführt, in der die derzeitige Belastung durch die Funkstrahlung ermittelt wird", erklärte der Experte gegenüber der Presse. Im Juni oder Juli soll laut Pfaff im Gemeinderat ein entsprechender Beschluss gefasst werden.
Auch Bürgermeister Robert Hümmer äußerte sich dazu: "Wir hoffen, dass der Mobilfunkanbieter mit einem Ersatzstandort weit außerhalb von Altenkunstadt einverstanden ist."
Der Gemeinderat hatte beschlossen, die marode Brücke in der Langheimer Straße durch einen Neubau zu ersetzen. Der Bürgermeister legte nun den genauen Zeitplan vor. Am 27. April werde man mit der Maßnahme beginnen. Die Fertigstellung ist am 25. September geplant. Der Verkehr wird über die Kienmühle und die Woffendorfer Straße umgeleitet.


Auch Personalien auf der Tagesordnung


Auch mehrere Personalien standen auf der Tagesordnung: Stefan Deuerling, der im Einwohnermeldeamt arbeitet, wurde zum Behindertenbeauftragten der Gemeinde bestellt. Er tritt in die Fußstapfen von Werner Gehringer, der aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war.

Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff wird sich zukünftig auch um den Datenschutz in der Verwaltung kümmern. Matthias Baier wurde zum Sicherheitsbeauftragten des Bauhofs ernannt. Lorenz Nastvogel, der bislang als Sicherheitsbeauftragter gewirkt hatte, wird sich auf die Grundschule konzentrieren, wo er als Hausmeister arbeitet.

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Strössendorf am 23. Januar wurden Kommandant Daniel Domes und sein Stellvertreter Frank Sünkel in ihren Ämtern bestätigt. Nun gab auch noch der Gemeinderat sein Plazet zu der Wiederwahl.