Sylvio Pachali sieht sich in seiner Meinung bestätigt: "Die Leute wollen Hallenfußball sehen." Für den zweiten Vorsitzenden des VfB Kulmbach, der mit seinen Helfern für die Organisation der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft verantwortlich zeichnet, steht fest: Auch nächstes Jahr soll es keinen Rundschau-Cup nach Futsal-Regeln geben. Sein Argument sind 1000 Zuschauer, die am Samstag wieder voll auf ihr Kosten gekommen sind.

"Ein tolles Turnier und ein wunderbarer Fußballtag", versichert Oberbürgermeister Henry Schramm, der den ganzen Tag dabeigewesen ist - unten an der Bande hautnah am Geschehen. Die große Kulisse auf den Rängen ist der prächtige Rahmen für einen Wettbewerb, bei dem die Turnierfavoriten den Ton angeben. Kein Außenseiter, der heuer besonders von sich reden gemacht hätte. Ausgenommen Vatanspor Kulmbach: Der türkische Klub schnappt dem Bezirksligisten SSV Kasendorf den 1. Gruppenplatz weg.

Endspiel des Vorjahres

So kommt es bereits im Viertel finale zur Neuauflage des Endspiels von 2013. Gegen den VfB Kulmbach kassiert Kasendorf den entscheidenden Treffer in Unterzahl und scheitert vor allem an VfB-Keeper Claudio Dresel, der seine Mannschaft mit prächtigen Paraden im Turnier hält.

Einen guten Eindruck hinterlässt bei seiner Premiere der FC Marktleugast, der sein Ziel erreicht und ins Halbfinale kommt. "Wir haben uns gut verkauft", meint FC-Spielertrainer Michael Stöcker, der mit seiner Mannschaft auch gerne wiederkommen würde: "Wenn man uns einlädt." Am Schluss, so Stöcker, hat Marktleugast "ein wenig die Kraft gefehlt".

"Mit Herz gespielt"

In den Halbfinalspielen ist den beiden stärksten Turniermannschaften - VfB und ATS - nicht beizukommen. Allerdings kann vor allem auch der VfR Katschenreuth mit seiner jungen Truppe überzeugen. Gegen den designierten Bezirksliga-Aufsteiger ATS Kulmbach hat die "Fohlenelf" von Detlef Zenk das Nachsehen, zeigt aber im Spiel um Platz 3 erfrischenden Offensivfußball. "Ein Kompliment an unsere Fans und an meine Jungs, sie haben mit Herz gespielt. Uns hat noch etwas die Kaltschnäuzigkeit gefehlt", konstatiert der VfR-Trainer.

Bei den Spielen geht es insgesamt sehr fair zu. Die Schiedsrichter Dominik Haas (VfB), Heinz-Josef Vinders (SV Motschenbach), Marcel Lusces (VfR Neuensorg), Cengiz Gündüz, Jan Gäbelein, Stephan Wehner und Johannes Hamper kommen mit ganz wenig Zeitstrafen aus.


Mario Mühmel - ein Trainer, zwei Teams

Ein Trainer betreut zwei Teams, die sogar gegeneinander spielen. Normalerweise geht so was nicht - beim Rundschau-Cup aber schon. Da der TSV Melkendorf und der SV Burghaig, die draußen eine Spielgemeinschaft bilden, in der Halle getrennt antreten, hat Mario Mühmel jede Menge zu tun.

"Da haben meine Jungs und ich gar kein Problem", so der Spielertrainer. Das SG-Duell gewinnt Melkendorf - mit Mühmel - 4:1.


Zwei Verletzte - gute Besserung!

Schwere Verletzungen sind - Gott sei Dank - nicht zu beklagen. Neben einer Reihe kleinerer Blessuren trifft es zwei Fußballer aber trotzdem härter: Daniel Schütz (VfB) zieht sich eine schmerzhafte Knöchelprellung zu. Zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht wird BSC-Torhüter Matthias Diedrich: Er bekommt im Spiel gegen Burghaig aus Nahdistanz einen Ball ins Gesicht ab - und geht wie ein Boxer k.o. Er ist inzwischen wieder entlassen.