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Bayreuth
Fußball

Gino Lettieri peilt Comeback auf Trainerbank an

Gino Lettieri kennt sich im Profi-Fußball aus. Der 53-Jährige trainierte in Deutschland von der Regionalliga bis zur 2. Bundesliga und in Polen in der ersten Liga. Zehn Monate nach seinem letzten Engagement ist der Ex-Altstädter bereit für neue Aufgaben.
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Kehrt er bald auf die Trainerbank zurück? Gino Lettieri ist offen für ein neues Engagement. Foto: Peter Mularczyk
Kehrt er bald auf die Trainerbank zurück? Gino Lettieri ist offen für ein neues Engagement. Foto: Peter Mularczyk

Beim polnischen Erstligisten Korona Kielce hinterließ Gino Lettieri seine Spuren. Der 53-Jährige ist einer der Trainer, die dort am längsten im Amt waren. Von Mai 2017 bis September 2019 trainierte der frühere Trainer der SpVgg Bayreuth in Polens Oberhaus. In den letzten 25 Jahren war nur Wlodzimierz Gasior (1996 bis 1999) länger Trainer. "Zu dem Zeitpunkt war ich auch der dienstälteste Trainer der Liga. Das zeigt, was für eine Fluktuation dort herrscht", blickt der gebürtige Schweizer auf sein bislang letztes Engagement im Profi-Fußball zurück.

Kurz nachdem Lettieri mit dem FSV Frankfurt den Abstieg aus der 3. Liga nicht verhindern konnte und entlassen wurde, heuerte der in Bayreuth wohnende Lettieri als Trainer und Sportdirektor in Polen an. "In Kielce stiegen deutsche Investoren ein. Sie wollten deutsche Strukturen und einen deutschen Trainer", erklärt Lettieri das Engagement. Auch Lettieris Co-Trainer und einige Spieler kamen aus Deutschland.

Erfolg made in Germany

Mit den Importen aus dem Nachbarland hat der polnische Verein Erfolg. In der ersten Saison landete Korona Kielce überraschend auf dem fünften Rang. "Wir standen auch im Pokal-Halbfinale und ich habe sechs Nationalspieler hervorgebracht", sagt Lettieri, der auch zum Trainer des Jahres gewählt wurde, stolz. Doch die Platzierung konnte der Klub nicht halten. "Ich habe jedes Jahr meine vier, fünf besten Spieler verloren." Zudem schraubte der Verein Stück für Stück den Etat zurück.

Im September 2019, nach vier sieglosen Spielen in Serie trennten sich Korona Kielce und Gino Lettieri. Seitdem ist der ehemalige Zweitliga-Trainer des MSV Duisburg ohne Job im Profi-Geschäft - und das auch bewusst. "Ich hätte im Dezember in Deutschland wieder etwas machen können. Aber das ging mir zu schnell, ich wollte die Zeit mit der Familie nachholen."

Angebote aus dem Ausland abgelehnt

Denn die sei in den zweieinhalb Jahren in Polen deutlich zu kurz gekommen. Das "Abenteuer Ausland" möchte Gino Lettieri aber nicht missen: "Für mich als Trainer war das eine super Zeit, in der ich viel Erfahrungen sammeln konnte." Ob er ein zweites Mal eine Stelle im Ausland antreten würde, ließ Lettieri offen. Angebote aus Polen, Tschechien und Schweden habe er zwischenzeitlich abgelehnt. Aktuell führe er Gespräche mit einem "großen Klub auf dem Balkan" - Entscheidung offen.

Dass Lettieri, dessen Spielerpass beim Kreisklassisten FSV Schnabelwaid liegt, als Trainer in den Amateurfußball zurückkehrt, ist fraglich. "Wenn, dann müsste es ein Verein mit Ambitionen sein und bei dem man nachhaltig etwas aufbauen kann. Das könnte auch als Sportdirektor sein." Zehn Monate nach seinem Aus in Polen scheint Gino Lettieri bereit für eine neue Aufgabe zu sein.