• Kleinflugzeug in Oberfranken abgestürzt
  • Maschine bei Aufprall auf Pferdekoppel bei Rugendorf (Landkreis Kulmbach) komplett zerstört
  • Pilot (48) stirbt im Wrack - Ersthelfer können nichts mehr tun
  • Ursache für Absturz unklar

Im Rugendorfer Ortsteil Poppenholz (Landkreis Kulmbach) ist Sonntagnachmittag (20. September 2020) kurz nach 16 Uhr ein Kleinflugzeug abgestürzt. Dabei kam der Pilot ums Leben. Es soll sich um einen 47-Jährigen aus Mittelfranken gehandelt haben. Zwei Augenzeugen haben den Absturz beobachtet und sofort einen Alarm abgesetzt. Das Flugzeug sei auf relativ geringer Höhe senkrecht zu Boden gestürzt.

Update vom 21.09.2020: Kripo ermittelt nach tödlichem Flugzeugabsturz in Rugendorf

Ein 47-jähriger Mann kam am Sonntag (20. September 2020) bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilte, haben noch am selben Abend ein Sachbearbeiter für Flugunfälle der Polizei sowie zwei Luftfahrtsachverständige die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks aufgenommen.

Nach bisherigem Kenntnisstand war der einmotorige Doppeldecker gegen 15.30 Uhr am Flugplatz in Kulmbach gestartet und aus ungeklärte Ursache auf einer Wiese zwischen Poppenholz und Feldbuch abgestürzt. 

Unmittelbar vor dem Absturz soll der Flieger ins Trudeln geraten sein. Schließlich stürzte er "in einem unkontrollierten Flugzustand" auf eine Pferdekoppel. Die Unfallaufnahme dauerte laut Polizei noch bis in die Nacht hinein an. Das Flugzeugwrack wurde sichergestellt und vom Technischen Hilfswerk abtransportiert. Der Sachschaden am Kleinflugzeug und der Koppel wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt.

Für die Rekonstruktion der Flugstrecke des 47-Jährigen bittet die Kriminalpolizei Bayreuth nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer den weißen Kunstflugdoppeldecker zwischen 15.30 Uhr und 16.00 Uhr im Raum Oberfranken gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 0921/506-0  bei der Kripo melden. Auch wer den Absturz beobachten konnte oder jegliche Hinweise zur Ursache geben kann, wird gebeten, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Ursprüngliche Meldung vom 20.09.2020: Kleinflugzeug abgestürzt: Pilot sofort tot

Im Rugendorfer Ortsteil Poppenholz, Landkreis Kulmbach, ist Sonntagnachmittag (20. September 2020) ein Kleinflugzeug abgestürzt. Der 47 Jahre alte Pilot kam dabei ums Leben. Laut Bericht der Polizei Oberfranken gingen gegen 16.00 Uhr mehrere Notrufe ein, für den Mann kam dennoch jede Hilfe zu spät.

Gestartet war der 47 Jahre alte Pilot um 15.30 Uhr mit seinem Kunstflug-Doppeldecker auf dem Kulmbacher Flugplatz. Anwohner berichten von Kunstflugübungen und Loopings, die sie zuvor am Himmel beobachtet hatten; ob es sich dabei aber um den verunglückten Piloten gehandelt hat, steht laut Polizeiangaben noch nicht fest. 

Die Maschine stürzte auf eine Pferdekoppel; sie geriet nicht in Brand, wurde aber total zerstört. Von dem Kleinflugzeug sei nur noch ein Knäuel übrig, so ein Polizist. Der Pilot war vermutlich sofort tot. Die Bergung der Leiche dauerte bis in die frühen Abendstunden.

Was die Absturzursache war, aus welcher Höhe das Kleinflugzeug abgestürzt ist - all das sind Fragen, die es jetzt zu beantworten gilt. Mitarbeiter des Luftfahrtbundesamtes und des Kriminaldauerdienstes waren unverzüglich an der Unfallstelle, um erste Ermittlungen zu führen und Beweise zu sichern. Auch die Augenzeugen wurden am Sonntagabend noch befragt.

Großes Aufsehen

Das Unglück erregte großes Aufsehen, da es sich direkt neben der Ortsverbindungsstraße von Grafendobrach nach Zettlitz ereignet hat. Wie einer der Ersthelfer der Agentur News5 mitteilte, hatten sich bereits Minuten nach dem Absturz Menschen nahe dem Unfallort versammelt und zugesehen, während der 18-Jährige und seine 16-jährige Bekannte dem Piloten zur Hilfe eilten.

"Es war erschreckend, wie schnell die ganzen Leute da waren und doof schauen", berichtete er. Die beiden Ersthelfer setzten einen Notruf ab - mehr konnten sie für den Piloten nicht tun. "So wie er drinnen hing, war nichts mehr zu machen", beschrieb die 16 Jahre alte Ersthelferin gegenüber News5. "Ich wollte ihm nur helfen." 

An dem Großeinsatz waren mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften und zahlreiche Polizeistreifen beteiligt. An dem Großeinsatz waren zeitweise bis zu 50 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW und Sanitätsdienst beteiligt.

Mysteriöser Fall in Kulmbach: Wie am Freitag bekannt wurde, hat die Kripo mehr als vier Wochen nach dem Tod einer 92-Jährigen Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts eingeleitet.