Die LfA-Förderbank Bayern hat allein in den vergangenen Jahren über 1000 Betriebe in Oberfranken gefördert. Dadurch wurden rund 30.000 Jobs gesichert und 1300 neue Stellen geschaffen.

Auch das Kulmbacher Autohaus Dippold hat von der Unterstützung durch die Förderbank profitiert. Wie sich die Förderung ausgewirkt hat, darüber informierten sich am Donnerstag der stellvertretende LfA-Vorstandsvorsitzende Thies Claussen sowie weitere Bankenvertreter.


Lange Suche nach einer Bank

Geschäftsführer und Autohaus-Inhaber Werner Burger, der den Betrieb 2011 nach dem Rückzug der Leonhardt-Gruppe gekauft hatte, plauderte dabei etwas aus dem Nähkästchen. Er berichtete von der damals schwierigen Suche nach einer Bank. Mit der Raiffeisenbank Oberland in Zusammenarbeit mit der LfA-Förderbank habe man schließlich "Partner gefunden, auf die man sich verlassen kann".

Burger, der in dem Betrieb, in den er heute Chef ist, den Beruf des Kaufmanns gelernt hat, setzt den Schwerpunkt vor allem auf Service und Reparaturen bei den Marken VW, Audi und Skoda. Das mache zwischen 70 und 80 Prozent des Umsatzes aus.

Der Neuwagenverkauf laufe eher nebenher, neben ihm kümmere sich noch ein Verkäufer um dieses Geschäftsfeld, so Burger. Das Unternehmen sei breit aufgestellt, zu den Kunden gehören Privatpersonen und Firmen.
30 Mitarbeiter beschäftigt das Autohaus, darunter zwei Azubis. Bei der Übernahme des Betriebs war es ein wichtiges Ziel, die Arbeitsplätze zu erhalten, betonte Werner Burger.

Der Zukunft blickt er positiv entgegen: "Ich denke, dass der Umsatz steigen wird. Ob die Erträge in gleichem Maße steigen, das kann ich nicht sagen, weil zugleich die Investitionen höher werden."

Der 52-Jährige macht sich bereits Gedanken um die Nachfolge. Dafür vorgesehen hat er seine Tochter, die als seine rechte Hand im Betrieb tätig sei und derzeit ein duales Studium absolviere. "Sie ist genauso autoverliebt wie ich und wird wohl die Nachfolge übernehmen."


Unternehmerischer Mut gewürdigt

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der LfA-Förderbank, Thies Claussen, würdigte den unternehmerischen Mut des Grafengehaigers, der in seiner Heimatgemeinde auch Bürgermeister ist. Das Engagement der LfA in Betrieben und die damit verbundene Risikobeteiligung hänge zu einem großen Teil mit dem Vertrauen in das Management zusammen. "Aber natürlich muss auch das Konzept stimmen." Und beides sei hier der Fall gewesen.

Ähnlich sehen es auch die Verantwortlichen der Raiffeisenbank Oberland in Marktleugast. "Es hat an der Person von Werner Burger gelegen, dass wir gesagt haben: Wir machen's", begründete Vorstandsvorsitzender Ralph Goller das Engagement seines Geldinstituts. Denn der Standort Kulmbach sei eigentlich gar nicht das Geschäftsgebiet der Bank. "Aber Werner Burger ist halt ein Oberländer."

Bei einem Rundgang über das 8000 Quadratmeter große Gelände erläuterte Burger den Besuchern die Abläufe im Betrieb, führte sie durch die Werkstatt und in die Lackiererei.