Selbst beim Bier, das in den vergangenen Jahren immer weniger Abnehmer fand, wurde ein vergleichsweise hohes Wachstum verzeichnet - was insbesondere alkoholfreiem Weißbier zu verdanken ist. Unterm Strich stand ein Gewinn von zwei Millionen Euro, seine Verbindlichkeiten konnte das Unternehmen weiter reduzieren. Vorstandssprecher Hans P. van Zon betonte bei der Hauptversammlung, er erwarte auch heuer und nächstes Jahr wieder positive Ergebnisse.

Dividende gibt es auch heuer keine, wie Vorstandssprecher Hans P. van Zon in seinem Bericht feststellte. Auch wenn ein Aktionär aus dem Bamberger Landkreis bei der Hauptversammlung angesichts der positiven Zahlen gerne über eine Ausschüttung hätte abstimmen lassen: Da kein Bilanzgewinn vorliege, werde der Jahresüberschuss den Gesetzen entsprechend mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr verrechnet. Der sei nun mit zwei Millionen Euro um rund 500.000 Euro gemindert. "Alles andere ist unzulässig", so van Zon. Und die Kulmbacher Brauerei blickt positiv in die Zukunft: "2012 und 2013 werden wieder positive Ergebnisse erwartet", sagte van Zon, der das Eigenkapital weiter stärken, aber auch gewappnet sein will für mögliche Zukäufe.


Marktführung ausgebaut


Was hat die Kulmbacher Brauerei so erfolgreich gemacht in einem Markt, der der deutschen Brauwirtschaft vergangenes Jahr eigentlich einen Absatzrückgang von 0,1 Prozent beschert hat? Ein milder Herbst hat geholfen, und ein Plus der Eigenmarken von 5,5 Prozent wurde verzeichnet. Edelherb und "Kapuziner"-Weizenbier bauten die Marktführung in Nordbayern auf 10,4 und 11,8 Prozent aus, in der Steinie-Flasche preschte das Pils binnen einen Jahres ebenfalls auf Platz eins. Und die Bügelflaschen von "Mönchshof" verweisen in ihrem Segment bundesweit mit 16,5 Prozent die Konkurrenz auf die Plätze.

Als "Wachstumstreiber" bezeichnete van Zon das alkoholfreie und kalorienarme "Kapuziner", das in Nordbayern fast zehn Prozent Marktanteil erreicht, oberfrankenweit sogar schon das Doppelte. Aber auch der Export trägt zum Erfolg bei. Insbesondere Italien, China und Frankreich ließen den Anteil bei Kulmbacher mit 5,7 Prozent stärker steigen als bei den deutschen Brauereien mit durchschnittlich 4,1 Prozent.

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