Der 16-jährige Robin Fischer und seine Kollegen von der FFW Lanzenreuth sind schon alte Hasen im (Jugendfeuerwehr)Geschäft. Schon zum vierten Mal sind sie bei diesem Vergleichswettkampf dabei. Die insgesamt 34 Gruppen mit je vier Personen müssen Übungen wie Knoten knüpfen, Saugleitung kuppeln und Zielwerfen absolvieren und bekommen dafür Punkte.

Der Wettkampf fand heuer in und rund um Schirradorf statt. Privatpersonen, aber auch Firmen wie die Zimmerei Bergmann stellten dafür Platz auf ihrem Gelände, in Garagen und Nebengebäuden zur Verfügung. In der Halle der Firma Landtechnik Nicklas wird das Aufziehen eines CM-Strahlrohres geübt. Dabei wird eine Situation nachgestellt, in der ein Feuerwehrmann im ersten Stock eines Hauses steht und von dort aus im Innenraum löschen soll. "Leine kommt!", schallt es - und Robin Fischer wirft von einem Geländer aus ein Seil mit einem Gewicht nach unten.
Seine Kollegen binden eine Spritze daran fest, Robin zieht das Seil wieder nach oben und entknotet das Gerät. "Wasser marsch" ruft er dann. 19 Sekunden hat der Trupp aus Lanzenreuth für diese Übung gebraucht.

"Ein gutes Ergebnis", würdigt Kreisbrandmeister Manuel Steinl, der die Übung beobachtet und die Ergebnisse festhält. Die Nachwuchsfeuerwehrler aus Lanzenreuth machen sich heute große Hoffnungen auf den Sieg. Nicht nur einmal war die Truppe schon beim Bezirksentscheid. Und auch heute sollte sich die Mühe lohnen. Vier Gruppen teilen sich die vorderen Plätze und dürfen den Landkreis Kulmbach beim Bezirksentscheid vertreten. Neben Lanzenreuth sind es Teams aus Himmelkron, Kirchleus und Mainleus.

Zwei Mal pro Woche geübt

Bei anderen Jugendwehren zählt eher der olympische Gedanke. Zum Beispiel bei Kevin, Christopher, Sebastian und Daniel aus Harsdorf. Die meisten von ihnen sind erst wenige Monate dabei. Auf den Leistungsmarsch haben sie sich dennoch intensiv vorbereitet. "In den letzten Wochen haben wir uns schon meist zwei Mal pro Woche getroffen und geübt", so Kevin Schobert. Er und seine Kumpels wachsen durch den Leistungsmarsch langsam ins Feuerwehrwesen hinein.

Um beim Leistungsmarsch zu bestehen, ist auch ein Wissenstest zu absolvieren. Und noch etwas ist wichtig: "Die Jugendlichen müssen sich zu den jeweiligen Übungen korrekt bekleidet in Uniform einfinden und sich ordentlich anmelden. Das gehört auch dazu", betont Kreisbrandrat Stefan Härtlein. Schließlich geht es bei der Feuerwehr nicht nur um Spaß. Beim Einsatz muss alles reibungslos laufen.

"Ab 16 Jahren dürfen die Jugendlichen mit zum Einsatz, allerdings nur außerhalb des Gefahrenbereichs und in Begleitung eines erfahrenen Feuerwehrmannes", erläutert Kreisbrandmeister Steinl. Bis zum ersten richtigen Einsatz ist es für die meisten Jugendlichen noch ein bisschen hin. Aber dank intensiver Übung und Vorbereitung können aus ihnen einmal hervorragende Feuerwehrleute werden, die freiwillig dann nicht mehr nur ihre Freizeit opfern, sondern auch ihre Gesundheit und ihr Leben für die Allgemeinheit aufs Spiel setzen.