Der Thurnauer Schandfleck fällt: Abrissbagger sind angerückt, machen das große Geschäftsgebäude in der Bürgermeister-Kleinlein-Straße, in dem der Discounter Norma der letzte Mieter war, platt.

Erbaut in den 80er Jahren

Das Gebäude mit einer Nutzfläche von fast 2000 Quadratmetern war 1986 errichtet worden. Es hatte einst ein Bräunungsstudio, ein Bekleidungsgeschäft, ein Reisebüro und eine Kneipe beheimatet, nun aber schon lange Zeit ein Schattendasein gefristet. 2019 war schließlich auch Norma ausgezogen.

Dem Markt Thurnau war der Gebäudekomplex schon lange ein Dorn im Auge. Seit vielen Jahren ist die Kommune bemüht, eine neue Nutzung in die Wege zu leiten. Die Gemeinde hat das 3343 Quadratmeter große Grundstück samt Immobilie vom letzten Eigentümer, einem türkischen Geschäftsmann, erworben und den Abriss in die Wege geleitet.

Erwerb und Abbruch kosten zusammen die stolze Summe von 450 000 Euro, von der die Marktgemeinde aber nur ein Zehntel selbst tragen muss. Thurnau erhält für das Projekt im Rahmen der innerörtlichen Leerstands-Bekämpfung eine 90-prozentige Förderung über die Förderoffensive Nordostbayern.

19 Wohnungen und Tiefgarage?

Was aus dem Areal wird? Die Gemeinde will es zeitnah wieder veräußern, ist dabei schon in konkreten Verhandlungen mit einem Investor, der dort Wohnraum schaffen will. Erste Planungen sahen einen gestaffelten Gebäudekomplex mit 19 Wohnungen und einer Tiefgarage vor.

Der Gemeinderat entscheidet

"Das Areal soll zu einem attraktiven Wohnquartier unweit unseres historischen Ortskerns werden", sagt Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU). Wie er mitteilt, wird der Marktgemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen über den Verkauf entscheiden.