Nehmen Sie mal das Thema Einkauf: Wenn ich am Wochenende Biomilch, Vollkornbrot und saisontypisches Gemüse aus regionalem Anbau nachhause trage, fällt das niemandem auf. Wohl aber, wenn mein Einkauf aus dem Rahmen fällt.
Vorgestern zum Beispiel. Sechs Flaschen Doppelkorn lagen in meinem Wagen, als ich mich in einem Laden an der Kasse anstellte. Dazu eine Flasche Rum und drei Päckchen Zucker. Getroffen habe ich auf dem Weg zum Auto: einen Arzt, eine Suchtberaterin und jemanden, der in Ernährungsfragen sehr rigoros und vor allem abstinent ist. Gesagt hat keiner was. Nur geschaut.....
Hätte ich sagen sollen, dass es mein freier Tag war und ich die Quitten aus meinem Garten zu Likör verarbeiten wollte? Hätte man mir geglaubt? Ein gute Ruf kriegt schneller Kratzer, als man denkt.