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Kulmbach
Projekt

Gemeinsam ein Buch schreiben

Die Freunde der Plassenburg und der Literaturverein planen ein "Kulm-Buch". Jeder darf mittexten. Gefragt sind Kulmbacher Geschichten aller Art.
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Kreatives Schreiben ist ihre Leidenschaft: Andrea Senf koordiniert das neue "Kulm-Buch". Foto: Dagmar Besand
Kreatives Schreiben ist ihre Leidenschaft: Andrea Senf koordiniert das neue "Kulm-Buch". Foto: Dagmar Besand

Ferienzeit, Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise - viele Menschen haben jetzt mehr Zeit als sonst und damit auch mehr Zeit für Kreativität. Ein Angebot für alle, die gerne Geschichten schreiben oder sich einfach einmal daran versuchen wollen, hat sich der Verein Freunde der Plassenburg ausgedacht. In Kooperation mit dem Literaturverein soll ein Kulmbach-Themenbuch entstehen - voll mit den verschiedenartigsten Texten über Kulmbach.

Die Projektleitung für diese ganz besondere Anthologie hat Andrea Senf, die in den vergangenen Jahren schon für einige Buch-Projekte verantwortlich gezeichnet hat, beispielsweise die Sammlung zuvor unveröffentlichter Texte der Heimatschriftstellerin Elise Gleichmann, den Erinnerungsband "Vergangenheit küsst Gegenwart" und das aktuelle Büchlein mit Texten über ein Bild der verstorbenen Kulmbacher Malerin Ursula Wolf, die dieses Jahr 100. Geburtstag hätte.

Was Kulmbach besonders macht

Welche Geschichten werden für das "Kulm-Buch" gesucht? "Wir freuen uns auf Autobiografisches, Kurzgeschichten, Wahres und Erfundenes, Textfragmente, Alltagsszenen, Stimmungsbilder, Gedichte...", sagt Andrea Senf. Alles ist erlaubt, solange es etwas mit Kulmbach zu tun hat. "Unser Ziel ist es, Kulmbach-Freunden und Fremden Freude zu bereiten, Kulmbach vorzustellen, zu zeigen, wie schön unsere Heimat ist und wie aktiv die Kulmbacher selbst sind." Nur ein Thema ist für dieses Buchprojekt tabu: "Die Corona-Krise und alles, was damit zu tun hat - das gehört da nicht rein."

Einsendeschluss ist am 31. Juli. Schon zum Adventsmarkt soll das Buch verkaufsfertig sein.

Erste Texte sind schon fertig

Einige Schreibbegeisterte waren ganz schnell und haben schon Beiträge bei Andrea Senf eingereicht. Einer dieser Autoren ist Friedhelm Haun. Der Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt ist den Menschen in Stadt und Landkreis als heimat- und naturverbundener Mensch bekannt. Doch der 64-Jährige hat daneben auch noch eine poetische Ader und schreibt gerne Gedichte. Seine Lieblingsthemen: Natur und Heimat. "Ein solches Buch hat bisher noch gefehlt. Schön, dass das jetzt zustande kommt", freut er sich.

Geschichte und Naturliebe

"Das Reimen ist mir wohl in die Wiege gelegt worden", sagt Friedhelm Haun. "Das habe ich schon in Kindertagen gerne getan." Etwas ernsthafter betreibt Haun die Hobby-Schriftstellerei allerdings erst seit etwa zehn Jahren, seit er sich auch dem Kulmbacher Literaturverein angeschlossen hat. "Als einer, der sich um Heimat und Landeskultur kümmert, habe ich natürlich auch beim Schreiben vor allem die Heimat im Visier."

Der 64-Jährige hat vor einigen Jahren sogar einen eigenen kleinen Gedichtband herausgebracht: "Im Gartenreich", erschienen im regionalen Verlag "Leben in der Sprache" in Presseck. Der Fokus dieser Gedichte liegt auf Gartenbeobachtungen, "vom Blattlauslöwen bis zur Spatzenhorde".

Für die neue Kulmbach-Anthologie hat Haun zwei Beiträge eingereicht: ein Gedicht über die Entwicklung Kulmbachs, wie es früher war und wie es sich heute darstellt, ein zweites über die Natur im Frühling - eine Momentaufnahme.

Was bedeutet die Kulmbacher Heimat für Friedhelm Haun? "Sie steht für die Beziehung zu den Menschen, für eine Kulisse mit Wiedererkennungswert und natürlich auch für einen gewissen Wohlfühleffekt." Vom Gärtnerischen her kommend beschreibt er diese besondere Beziehung mit einem Wort: "Verwurzelung".

Dabei sein und mitschreiben!

Wer? Jung und alt, Hobbyschreiber und Neu-Texter, jeder ist eingeladen, am "Kulm-Buch" des Vereins Freunde der Plassenburg und des Literaturvereins mitzuwirken. Auch Nicht-Kulmbacher dürfen Beiträge über Kulmbach einreichen, zum Beispiel Reise-Erlebnisse.

Was? Alle Stilformen sind erlaubt: Gedichte, autobiografische Geschichten, Kurzgeschichten, Textfragmente, Wahres und Erfundenes... Kosten Für die Teilnehmer entstehen keine Kosten.

Umfang nicht mehr als 2 DIN A4 Seiten (Times New Roman, Schriftgröße 12)

Wann? Einsendeschluss ist am 31. Juli 2020.

Adresse Bitte schicken Sie ihre Texte per E-Mail an:

andrea.senf@gmx.de

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