Keine Derbys, geringere Zuschauereinnahmen und bei Auswärtsspielen manchmal eine kleine Weltreise: Für die Fußballer des SSV Kasendorf II war die Versetzung in die Kreisklasse Bamberg der Super-GAU. Wochenlang zog sich im Sommer der Rechtsstreit vor den BFV-Gerichten hin - letztlich musste Kasendorf die Entscheidung akzeptieren.

Inzwischen ist die Hälfte der Spiele absolviert, und die Kasendorfer haben das Beste aus der Situation gemacht (siehe Interview auf infranken.de). Sie haben gemerkt, dass das Bamberger Exil nicht nur Nachteile hat. Bei den Fahrten nach Wernsdorf, Giech oder Naisa lässt es sich - nach getaner Arbeit auf dem Fußballplatz - heimwärts prächtig einkehren. Denn: Wir befinden uns hier im fränkischen Bierparadies mit zahlreichen Bierkellern und Gastwirtschaften, wo vielfach noch selbst gebraut wird.

Für den Zusammenhalt und die Kameradschaft der Kasendorfer Fußballer sind die regelmäßigen Ausflüge jedenfalls ein Gewinn. Womöglich wird ihnen die Expedition ins Bierreich sogar fehlen, wenn sie nächstes Jahr wieder in die Kulmbacher Liga zurückkehren.