Zwei Beispiele: Mercedes, Baujahr 2010, 68 000 km, Neupreis 52 000 Euro - jetzt 22 700 Euro; BMW, Baujahr 2011, 25 000 km, Neupreis 31 000 Euro - jetzt 15 900 Euro. Wer sich den Benz zugelegt hat - und für die Gattin den kleinen BMW dazu, für den haben sich binnen kürzester Zeit 45 000 Euro in Schall und Rauch aufgelöst.

Dennoch nutzen immer mehr Menschen das Auto als Geldanlage. Sie kaufen sich freilich keinen Neuwagen, sondern einen Youngtimer. Fahrzeuge also, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind und in absehbarer Zeit das begehrte H-Kennzeichen für den Oldtimer-Status erlangen. Für gepflegte Exemplare, die oft sogar als Alltagsfahrzeuge genutzt werden, gilt: Wertverlust gleich null, im Gegenteil.
Das Vergnügen, etwas Besonderes zu besitzen/fahren und Beifall vom Gehsteig-Publikum (Daumen hoch) gibt's als Dividende obendrauf.

Doch aufgepasst! Die Szene wird immer größer, wie das Youngtimer-Treffen in Thurnau (siehe Seite 17) gezeigt hat. Den ahnungslosen Opa, der seine scheckheft-gewartete Limousine aus den 80-er Jahren mit 60 000 Kilometern für nen Appel und 'n Ei verscherbelt, findet man nicht mehr so leicht.

Dennoch: Erschwingliche Autos mit viel Potenzial sind mit etwas Geduld schon noch aufzutreiben - als Geldanlage mit Spaßfaktor. Peter Müller