"Einfach traumhaft." Wilfried Vogel, der Abteilungsleiter Ski der SG Gösmes-Walberngrün, war Sonntagfrüh begeistert. Temperaturen um den Gefrierpunkt und leichter Schneefall über Nacht hatten das Wintersportparadies um den Walberngrüner Gletscher wieder befahrbar gemacht.

Sämtliche Parkplätze um das Sportheim waren denn auch den ganzen Tag über voll belegt. Hunderte von Besuchern aus der näheren und weiteren Umgebung hatten sich eine Pause vom Lockdown gegönnt.

"Das Sportheim mit Restauration und Umkleidekabinen müssen wir aber geschlossen lassen", erklärte Vogel, der sich freute, dass die Leute so vernünftig waren, Abstand zueinander zu halten.

"Das war auch auf den Loipen der Fall, so dass wir nicht um eventuelle Ansteckung fürchten müssen, die mit Abstand draußen an der frischen Luft ohnehin viel geringer wäre", sagte er. Noch am Freitag hatte der Abteilungsleiter Ski der SG Gösmes-Walberngrün allerdings Schlimmes befürchtet. "Mit dem Regen am Freitag mussten wir damit rechnen, dass unsere Loipen weggewaschen werden," sagte er. "Deshalb haben wir am Freitag an den Loipen absolut nichts gemacht. Wir hätten die Spuren wahrscheinlich weggequetscht." Durch die Minusgrade ab Samstag hätte sich die Lage dann aber total geändert. Die Spuren hätten sich stabilisiert und seien nach leichtem Schneefall in der Nacht auf Sonntag wieder exzellent befahrbar geworden.

"Wir haben die Loipen 1 und 5 in aller Frühe wieder in beiden Stilarten präpariert und die Loipe 6 in klassischer Technik gespurt. Auch unsere Winterwanderwege sind präpariert und gut zu begehen. Dazu kam am Sonntag auch noch herrlicher Sonnenschein", ist Vogel begeistert. Damit hätten sich die Mühen der Ehrenamtlichen um den Walberngrüner Gletscher doch gelohnt.

Präpariert waren im Oberland auch die Loipen um Presseck bei etwa 20 Zentimeter Schnee.

Bei Schwand war von dem Weiß dann schon nicht mehr viel zu sehen. Der Schnee war dort bei zwei bis drei Grad höheren Temperaturen mehr und mehr weggeschmolzen.