Mit Pauken und Trompeten hat der Musikverein Burghaig sein Frühjahrskonzert bestritten. Es war eine Veranstaltung mit zahlreichen Höhepunkten und guter Stimmung. Die Aktiven erfüllten die Erwartungen der Gäste in der voll besetzten Schulturnhalle.


Erst vor einem Jahr gegründet


Der Abend war bereits eine Woche vor dem Konzert restlos ausverkauft. Von dem Gedanken an eine Wiederholung wollen die Musiker dennoch absehen.

Den Anfang des Konzertabends machte die Bläserklasse unter der Leitung von Elke Höhn. Beim Frühjahrskonzert im vergangenen Jahr hatte Vorsitzender Martin Sack berichtet, dass im September 2016 eine neue Bläserklasse eingerichtet werden soll. Jetzt, beim wichtigsten Auftritt der Burghaiger im Jahresverlauf, konnte man bereits 22 Nachwuchsbläser auf der Bühne zählen. Obwohl sie erst seit wenigen Monaten zusammenspielen, lieferten sie eine hervorragende Leistung ab. Sie brachten unter anderem "Old McDonald had a Band" zu Gehör, bei dem die einzelnen Instrumente - ähnlich wie beim Original die Tiere - vorgestellt wurden.


Alt und Jung gemeinsam


Auch den "Mickey Mouse Marsch", "Body Percussion" und den "Bandroom Boogie" gaben die Nachwuchstalente zum Besten. Hintergrund der großen neuen Bläserklasse ist übrigens, dass die Mitglieder des Vororchesters geschlossen in das Hauptorchester gewechselt sind. Und so präsentierten sich im zweiten Teil des Konzerts alte und junge Aktive, erfahrene Musiker und Neueinsteiger gemeinsam auf der Bühne.

Insgesamt 48 Schützlinge hören auf Dirigent Daniel Richter. Gleich zu Beginn überzeugte das Blasorchester mit dem Krönungsmarsch aus der Oper "Der Prophet" von Giacomo Meyerbeer, arrangiert von Fritz Weingärtner. Beim "Wiener Praterleben" zog das Orchester das Tempo noch ein bisschen an. Das Stück ist besser bekannt als "Sportpalast-Walzer" und wird zum Beispiel beim Berliner Sechstagerennen gespielt.

Einen herausragend gelungenen Auftritt legten die beiden Solo-Piccoloflötistinnen Elke Höhn und Julia Stoll hin. Begleitet vom Orchester spielten sie auf ihren Flöten so zart und fein wie zwei kleine Vögel.

Die Polka "Musikantensehnsucht" und das Concerto d'Amore von Jacob de Haan rundeten den mittleren Teil des Konzerts beinahe ab. Das Sahnehäubchen bildete der Klassiker "Hallelujah" von Leonard Cohen.


Zwei Zugaben


Im dritten Teil präsdentierte das Orchester "Starlight Express", "Children of Sanchez", ein Medley aus Grönemeyer-Hits, ein Posaunentrio, eine Polka und zwei Märsche. Wie schon im vergangenen Jahr gab es als Zugabe die beiden Stücke "Ich hab Dich gern" von Ernst Mosch und eine fränkische Version von "Dem Land Tirol die Treue", bei dem das ganze Orchester mitsang.

Simon Moritz, der beim Musikverein mitspielt und auch im Stadt- und Kreisrat sitzt führte federführend durchs Programm. Mehrere Nachwuchsmusiker unterstützten ihn. Ehrengäste waren unter anderem Heinrich Rauh vom Nordbayerischen Musikbund, stellvertretende Landrätin Christina Flauder und Stadtrat Thorsten Grampp.