Die Fahrzeuge stammen allesamt aus den Jahren 1920 bis 1940. Ihre Besitzer waren knapp eine Woche auf gemeinsamer Tour durch Franken unterwegs und haben eben auch in Thurnau und in Neuenmarkt Station gemacht.

Die Fahrer der Oldtimer-Kolonne wären fast allesamt in der Lage, auch bequem mit einem Porsche, einem Rolls Roys oder ähnlichem durch die Lande zu fahren. Doch sie alle wollen in dieser Woche mit niemandem tauschen.

"Ein Bugatti ruckelt und kracht und macht einen riesen Aufzug und rast dann los. Man muss froh sein, wenn man ankommt," lacht der Schatzmeister des Vereins, der lieber anonym bleiben möchte.
"Man kann es spüren, wenn es den Rücken rauf und runter kribbelt". Er ist seit 40 Jahren begeisterter Bugatti-Fan und mit seinem Typ 43 Bugatti Baujahr 1927 in Thurnau gekommen.

Daneben stehen auch noch ein Bentley und weitere Hochklasse-Fahrzeuge in der Garage des Mannes aus dem Taunus. "Ein Auto ist nicht nur ein Auto, es ist der Eintritt in eine bestimmte Gesellschaft", kommt er ins Erzählen. Einmal im Jahr treffen sich die Bugatti-Freunde von überall auf der Welt, alle sieben Jahre in Deutschland. Ansonsten geht es nach Schottland, Frankreich, Japan oder sonst irgendwo auf der Welt, die Fahrzeuge werden dazu teilweise verschifft.

Petra Dimbath aus Erlangen war als eine der wenigen Fahrerinnen schon häufiger dabei, wenn auch bisher nur innerhalb Europas. "Auf der einen Seite sind Bugattis leicht und schön zu fahren, auf der anderen Seite, ist es gar nicht so einfach die Vorkriegsautos zum Fahren zu bringen. Die Kombination aus beidem macht für mich den Reiz aus", sagt sie. Zum Glück sind acht Helfer dabei, die den Zug durch Franken begleiten. "Mein Typ 38 ist ein Morgenmuffel. In der Früh brauche ich meistens ein bisschen Unterstützung", erzählt Dimbath. "Die Gemeinschaft und das Miteinander - das macht unheimlich Spaß. Wenn man stehen bleibt, hat man gleich zehn Leute um einen rum, die helfen und schon hat man wieder neue Mitstreiter kennen gelernt."