"Die Bienen stehen stellvertretend für alle Wildtiere in Bayern", erklärt Markus Erlwein, Sprecher des Volksbegehrens "Artenvielfalt - Rettet die Bienen". Der Rückgang der Insekten verläuft zeitgleich mit dem Rückgang blühender Wiesen. Die Insekten brauchen aber natürlichen Lebensraum für Nahrung und Fortpflanzung. Wenn es weniger Insekten gibt, leiden auch viele Vogelarten. "Es ist ein Kreislauf", sagt Erlwein. "Alles baut aufeinander auf."

Gelingt es ausreichend Stimmen zu sammeln, wäre die bayerische Regierung um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu konkreten Maßnahmen gegen das Artensterben verpflichtet.

Gestartet hat das Volksbegehren die ÖDP, um den Artenschwund bei Insekten und Vögeln zu stoppen. Bei der kleinen Partei ist die Stimmung vor der heißen Phase gut. "An sich sind wir positiv gestimmt", sagt Thomas Müller, ÖDP-Vorsitzender des Kreises Lichtenfels-Kulmbach. "Mittlerweile haben wir eine große Zahl von Unterstützern."

Ab dem 31. Januar müssen sich binnen 14 Tagen zehn Prozent der Wahlberechtigten in Bayern, also rund eine Million Menschen, in den Rathäusern in Listen eintragen, damit das Volksbegehren Erfolg hat.

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