Gerontopsychiatrische Fachkräfte hatten zusammen mit Ergotherapeuten Disziplinen ausgearbeitet, die den Bewohnern Freude machten. Nicht nur die Bewegung, sondern auch die gesunde Ernährung war Thema beim Sportfest.

Vor dem Startschuss und zwischen den Disziplinen, die aus Torwandschießen, Kegeln, Dosenzielwerfen und einem Rollator-Parcours bestanden, gab es Obst und Vitaminsäfte für alle Teilnehmer.

Die Medaillen wurden Tage vor dem Sportfest gemeinsam von den Bewohnern gebastelt. Die Torwand hatte ganz anderes Aussehen und Dimensionen, als die sonst bekannte Standard-Torwand bei Wettbewerben. Auch die Orientierungshilfen für den Rollator- Parcours wurden ebenso in Eigenbau aus Pappschachteln von den Heimbewohnern hergestellt, wie die Hinweisschilder auf die verschiedenen Disziplinen und deren Austragungsorte. Beim Torwandschießen entdeckte so mancher ehemalige Fußballer seine noch vorhandenen Fähigkeiten.



Das Dosenwerfen erinnerte an frühere Rummelplatzbesuche, wie an das Freischießen in Kronach. Körperbalance und Gleichgewicht halten spielte beim Kegeln eine große Rolle. Jeder Teilnehmer zählte seine geschobenen Kegel selbst und auch das Wiederaufstellen wurde selbst besorgt.

"Ein Stück Lebensqualität"Warum Sport im Altenheim in der beschützenden Demenzabteilung? "Sport und Bewegung zusammen mit anderen erleben zu können ist ein Stück Lebensqualität. Ein Schwerpunkt war das gezielte Trainieren von motorischen Leistungen, die für Alltagsbewegungen relevant sind. Außerdem können Sturzgefahr, psychische Belastbarkeit und zum Teil auch geistige Leistungen günstig durch ein körperliches Training beeinflusst werden", informierte Heimleiterin Christine Schmidt über die Beweggründe zur Durchführung dieses außergewöhnlichen Sportfestes.

Zur Siegerehrung erhielten alle Teilnehmer Urkunden und Medaillen. Die Begeisterung der Bewohner und deren Angehörigen waren so groß, dass die Einrichtungsleitung mit ihrem Team beschloss, das Sportfest nächsten Sommer zu wiederholen.