"Wir stehen mit 23 Punkten auf dem 13. Platz; damit können wir ganz gut leben", sagt Karl-Heinz Fehn. Sehr schmerzlich - im wahrsten Sinne des Wortes - ist für den ASV Kleintettau allerdings die personelle Situation. "Vier Kreuzbandrisse in einem Jahr - das ist schon sehr happig und trifft uns hart", fügt er angesichts des nicht gerade üppig besetzten Kaders hinzu. Als letzten hat es Alper Yürük erwischt; der Ausfall des Ex-Landesliga-Spielers dürfte nach der Winterpause nur ganz schwer zu kompensieren sein.

Fast nur knappe Ergebnisse

Mit der Punktausbeute kann der Abteilungsleiter bislang zufrieden sein. "Bis auf einige Ausnahmen, als wir mehr oder weniger chancenlos waren, gab es nur knappe Ergebnisse.
Mit etwas mehr Glück hätten wir gut und gerne sechs oder sieben Punkte mehr haben können", sagt er und erinnert dabei unter anderem an das Gastspiel in Selb, als sogar ein Elfmeter vergeben wurde (Endstand 0:0).

Nach einer Eingewöhnungsphase ("Das Spiel ist schneller, und Fehler werden viel rigoroser bestraft") hat sich der Aufsteiger recht schnell akklimatisiert. "Die Bezirksliga 2 ist bis auf wenige Ausnahmen gleichmäßig besetzt. Aber die starken Mannschaften haben es schon verstanden, unsere Defizite klar aufzuzeigen", weiß er. Und so rechnet er damit, dass der ASV bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen wird und auch eine Portion Glück benötigt, um sein Ziel zu erreichen.

Differenzen mit Torjäger

Zu den Verletzungen kamen noch Differenzen mit Tim Ehle hinzu, die dazu geführt haben, dass der mit zehn Treffern erfolgreichste Torschütze in den letzten Spielen nicht mehr eingesetzt wurde. Wie es weitergeht, hängt von Gesprächen ab, die im Winter mit dem Spieler geführt werden. "Außerdem liebäugelt Philip Kittel mit einem Wechsel nach Friesen", sagt Karl-Heinz Fehn. "Daher werden wir uns in der Winterpause nach Verstärkungen umschauen, allerdings nicht in wilden Aktionismus verfallen."

Die Stimmung in der Mannschaft und im gesamten Verein bezeichnet der Abteilungsleiter als sehr entspannt. Natürlich wäre es aus seiner Sicht sehr erfreulich, wenn der ASV Kleintettau den Abstieg vermeiden könnte, zumal die Zuschauer aus der Rennsteig-Region die Bezirksliga 2 gut annehmen. "Sollte es aber am Ende nicht reichen, dann ginge die Welt auch nicht unter. Wir haben keinen großen Druck, und Spielertrainer Matthias Deuerling hat unsere vollste Rückendeckung, wie wir im Herbst schon unter Beweis gestellt haben." Positiv stimmt ihn zudem, dass demnächst mehrere A-Jugendliche in den Kader nachrücken.