Der schleichende Abwärtstrend bei den Turn- und Sportfreunden Wallenfels ist spätestens seit Ende Mai beendet. Seit der Saison 2004/05, damals noch Tabellenvierter in der Bezirksliga, hat sich die Mannschaft Jahr für Jahr verschlechtert; zwei Abstiege bis in die Kreisklasse waren die Folge. Zur neuen Saison ist der TSF aber wieder in der höchsten Spielklasse auf Kreisebene zurück - und das völlig zu Recht.
Sieben Punkte Vorsprung vor dem FC Marktgraitz, der beste Angriff (124 Treffer), die beste Abwehr (nur 22 Gegentore), 17-mal zu Null gespielt - diese Bestmarken verdeutlichen, dass die Theisenorter heuer absolut verdient die Meisterschaft feiern konnten. Kein Wunder, dass auch der Torschützenkönig der Kreisklasse 2 beim TSF spielt. Es ist Patrick Höhn, der 42-mal getroffen hat.

Für Spielleiter Michael Kleylein kommt noch ein wichtiger Faktor hinzu.
"Wir haben auch schon in den Jahren zuvor unter Trainer Volker Bernert gut gespielt, aber im Gegensatz dazu haben wir diesmal eine Konstanz an den Tag gelegt, die schon beeindruckend ist", sagt er. Unter dem neuen Spielertrainer Stephan Wild wurde die Viererkette eingeführt, "die die Spieler schnell verinnerlicht haben", verdeutlicht Kleylein. Das Resultat war eine überaus stabile Abwehr, die vor allem daheim fast nichts zugelassen hat. 73:5 Tore bei 14 Siegen und zwei Remis sind der Beleg hierfür.

Selbst in der Schlussphase, als die Mannschaft auf Grund mehrerer, teils längerfristiger Verletzungen arg geschwächt antreten musste, gab sie sich kaum eine Blöße. Das Remis gegen Schwürbitz und die Niederlage in Michelau in der Endphase der Saison waren leicht zu verschmerzen, denn da war der Titel bereits in trockenen Tüchern.

Für die Theisenorter endet damit eine zweijährige Phase außerhalb des Spielkreises Kronach. Diese Zeit möchte Michael Kleylein nicht missen. " Es waren zwei sehr schöne Jahre in der Kreisklasse 2 Lichtenfels mit vielen neuen Sportplätzen und spielstarken Gegnern, die meist ausgeglichener besetzt waren als das in der Kreisklasse Kronach der Fall ist", lautet sein Fazit. "Von dem recht hohen Niveau haben auch wir profitiert."

Dem Spielleiter ist aber schon klar, dass die Herausforderung zur neuen Saison in der Kreisliga Kronach größer wird. Und auch wenn einige Leistungsträger erst im Lauf der Serie dazu stoßen werden, ist er zuversichtlich. "Unsere Mannschaft ist noch nicht an ihrer Leistungsgrenze angelangt. Den Klassenerhalt sollten wir auf jeden Fall schaffen können."

Was mögliche Zu- oder Abgänge zur neuen Saison betrifft, kann Michael Kleylein noch keinen Vollzug melden. Aber die Theisenorter sind natürlich bestrebt, die Mannschaft zu verstärken.
Vom Aufschwung der ersten Mannschaft hat auch die "Zweite" profitiert, die mit dem TSV Schmölz eine Spielgemeinschaft bildet. Nach dem Sieg am Wochenende gegen die SG Kehlbach stehen die Chancen gut, dass die SG Schmölz/Theisenort wieder in der A-Klasse spielt.