SV Fischbach

In den letzten sechs Spielen vor der Winterpause hat Gerd Seifert das Training beim SV Fischbach (32 Punkte/6. Platz) übernommen. Seine Bilanz mit fünf Siegen und einem Remis kann sich wahrlich sehen lassen. "Es war ein Abwärtstrend festzustellen. Wenn man da als neuer Trainer kommt, muss man auch etwas Neues ausprobieren", sagt Seifert, der den SV Fischbach schon zweimal betreut hat (1992 bis 1996 und 2000 bis 2004).

Besonders wichtig war für ihn, die Defensive zu verstärken, weshalb er Andreas Bayer und Jörg Reif-Beck in die Abwehr beordert hat. Colin Gloystein rückte dagegen in den Angriff.
"Ich habe zuvor viele Gespräche mit den Spielern geführt; dabei hat sich die Mannschaft als Einheit präsentiert und die Vorgaben gut umgesetzt, auch was das schnelle Spiel nach vorne betrifft." Einen Platz im oberen Tabellendrittel hält er für möglich, wohl wissend, dass einige Kontrahenten bisher unter Wert gespielt haben. "Natürlich muss man sich Ziele setzen, aber man sollte auch realistisch bleiben."

Eigentlich war geplant, dass das Engagement von Gerd Seifert zur Winterpause endet. Jetzt wird er auf jeden Fall bis zum Saisonende bleiben. "Vermutlich wird im Januar die Entscheidung fallen, wie es danach weitergeht", so der Kronacher. "Wenn der Verein einen guten Spielertrainer findet, stelle ich mein Amt gern zur Verfügung."


SV Friesen II

Mit 31 Punkten liegt die Landesliga-Reserve derzeit "nur" auf dem siebten Platz. Damit ist Spielertrainer Holger Geiger aber durchaus zufrieden. "Angesichts der dünnen Spielerdecke hatte ich fast befürchtet, dass wir weiter hinten landen. Das hat sich aber glücklicherweise nicht bewahrheitet." Dazu trugen auch Routiniers wie Alexander Graf oder Bernd Assion bei, die fast durchspielen müssen.

Dass es relativ schwer würde, ganz vorne mitzuspielen, war ihm von vornherein klar. "Manchmal stehen mir zwar Spieler aus dem Landesliga-Team zur Verfügung, aber oft spielen wir zeitgleich. Dann kommt es schon einmal vor, dass wir gerade mal mit zwölf Akteuren antreten können. Da darf nicht viel passieren." Dass Christoph Böger, der Trainer der ersten Mannschaft, immer wieder rotieren lässt, hält Geiger für grundsätzlich richtig, auch wenn es seine Situation nicht gerade erleichtert.

Einige Plätze will er mit der Mannschaft noch nach oben klettern, wobei er selbst im Frühjahr auch wieder mitspielen will, "aber nur wenn Not am Mann ist". Das war auf Grund eines dreifachen Bänderrisses in dieser Saison bislang kaum einmal der Fall. Sein Ausblick für diese Saison: Die SV-Reserve hat weder mit dem Aufstieg noch mit Abstieg etwas zu tun.


DJK-SV Neufang

Dass der amtierende Vizemeister im Mittelfeld (25 Punkte, Platz 9) überwintert, überrascht nur auf den ersten Blick. Für Jürgen Zipfel, der seit zweieinhalb Jahren Trainer beim DJK-SV Neufang ist, hat sich diese Situation allerdings früh abgezeichnet. "Die Saisonvorbereitung war nach der verlorenen Relegation nicht so, wie sie hätte sein müssen. Immer wieder haben Spieler gefehlt, und der letzte Wille war nicht da. Da war mir fast schon klar, dass wir die Vizemeisterschaft nicht wiederholen können."

Besonders schwer hat die Neufanger die Verletzung von Torjäger Frank Tucci in Ludwigsstadt getroffen. "Da haben wir unser bestes Saisonspiel gemacht und dem Spitzenreiter keine Chance gelassen", blickt Zipfel zurück. Er musste zudem auf weitere wichtige Spieler wie Routinier Bernd Fischer ("er ist trotz seiner 36 Jahre sehr wertvoll") verzichten.

Nach der Winterpause wollen die Neufanger vor allem zu ihrer alten Heimstärke zurückfinden. In acht Anläufen ist schließlich nur ein Sieg gelungen, während die DJK im kompletten Kalenderjahr 2012 auswärts ungeschlagen geblieben ist. "Unsere Verletzten kehren hoffentlich bald wieder zurück; dann sollten wir eine versöhnliche Rückrunde spielen", ist Jürgen Zipfel optimistisch.


SSV Oberlangenstadt

Auf eine bislang relativ sorgenfreie Saison kann Trainer Jürgen Schneider vom SSV Oberlangenstadt (24 Punkte, Platz 10) blicken. Das kommt für den Reitscher, der im Sommer nach zweieinhalb Jahren beim TSV Neuensorg das Ruder beim SSV übernommen hat, allerdings nicht überraschend. "Wir haben zwar auch unsere Baustellen, aber das Potenzial für Kreisliga-Fußball war ja schon vorhanden. Nur ist die Mannschaft in der letzten Serie hinter den Erwartungen zurück geblieben."

Jürgen Schneider hat gleich nach seinem Amtsantritt das System umgestellt und lässt mit Viererkette spielen. "Das setzt die Mannschaft gut um, und wir lassen jetzt in der Abwehr auch nicht mehr so viel zu", lobt er. Dabei könnte der SSV durchaus einige Punkte mehr auf dem Konto haben, doch ausgerechnet gegen Teams aus dem Tabellenkeller musste man einige Male Federn lassen. "Gegen die Spitzenteams, mit Ausnahme des TSV Ludwigsstadt, haben wir dagegen gut mitgespielt."

Der SSV-Trainer rechnet nicht damit, dass seine Schützlinge nochmals in Gefahr geraten. Vielmehr laufen bereits die Planungen für die nächste Saison, für die er schon seine Zusage gegeben hat. Denn er weiß: "Die Verhältnisse beim SSV Oberlangenstadt sind sehr gut. Und wir haben durchaus noch etwas Luft nach oben."


FC Gehülz

Nach fünf Niederlagen in Folge ist der FC Gehülz (20 Punkte, Platz 11) im Spätherbst etwas zurückgefallen. Entsprechend zwiespältig fällt das Fazit von Spielertrainer Philipp Mahr aus: "Bis Mitte Oktober war ich mit unserer Punktausbeute mehr als zufrieden. Danach haben wir aber einige unnötige Niederlagen kassiert", ärgert er sich. Der Grund war in seinen Augen das große Verletzungspech. "Unser Kader ist zwar recht groß, aber ausgerechnet im wichtigen Spiel beim SC Steinbach mussten wir mit unserem letzten Aufgebot antreten und haben dann auch mit 1:3 verloren."

Auch wenn der Vorsprung vor dem Relegationsplatz auf fünf Zähler geschrumpft ist, glaubt Philipp Mahr fest an den Klassenerhalt. "Natürlich müssen wir aufpassen und uns nach unten orientieren; aber ich bin überzeugt, dass wir genügend Potenzial besitzen, um auch in der nächsten Saison in der Kreisliga zu spielen." Nicht zuletzt weil Stammspieler Tino Beyer wegen seines Afghanistan-Einsatzes im Frühjahr nicht zur Verfügung steht, wird die Mannschaft in der Winterpause verstärkt: Vom SV Fischbach kommen Dominik und Sebastian Zottmann zum FC Gehülz. Phi lipp Mahr zeigt die Perspektive auf: "Wenn dann auch unsere Verletzten wieder dabei sind, werden wir es schon wieder hinkriegen."