Der Bürgermeister sagt das eindringlich und unmissverständlich: Bisher habe man ein Auge zugedrückt, wenn die Sperrung der Ortsdurchfahrt ignoriert worden sei, aber zwischen dem 12. und 17. Oktober gebe es kein Pardon. "Da dürfen nicht mal die Steinwiesener selbst durch die Baustelle fahren, müssen am nördlichen oder südlichen Ortsrand parken!", schärft Gerhard Wunder (CSU) allen ein.

Die Polizei und das Ordnungsamt werden kontrollieren und Verstöße unnachsichtig ahnden. Erstens wäre es viel zu gefährlich, wenn jemand auf dem abgefrästen Asphalt herumkurven würde, weil die Fräskante acht Zentimeter hoch ist, zweitens ragen alle möglichen Schieber, die schon auf die endgültige Höhe gesetzt worden sind, aus der Fahrbahn und würden manchen Unterboden aufreißen.



Die Müllabfuhr fällt aus

In der besagten Woche fällt sogar die Müllabfuhr (gelbe Tonne) aus. Das Landratsamt stellt leere gelbe Säcke zur Verfügung, die im Rathaus abgeholt und gefüllt im Wertstoffhof abgegeben werden können.

Die Schüler müssen sich auf zeitlich längere Schulwege einstellen. Der Schülerverkehr zur Mittelschule wird so organisiert, dass alle das Schulhaus sicher erreichen. Die Neufanger müssen allerdings eine halbe Stunde früher aufstehen. Schüler, die die Schulen in Kronach besuchen, müssen einen längeren Weg zum Bus, der wahrscheinlich am südlichen Ortsrand abfahren wird, einplanen.

Mit den Blaulicht-Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Rettungsdienst wird ein gesonderter Einsatzplan ausgearbeitet.


Die Umleitungsstrecken

Von Steinwiesen Nord nach Süd und umgekehrt gibt es zwei Ausweichrouten für Autos: Über Schlegelshaid, Wellesbach, Wallenfels und Erlabrück sowie über Nurn, Hubertushöhe, Birnbaum und Neufang. Der überörtliche und der Schwerlast-Verkehr sollen die eigentlich für die gesamte Bauzeit geltende Umleitungsstrecke über Mauthaus, Dürrenwaid, Geroldsgrün, Schwarzenbach am Wald, Wallenfels und Erlabrück benutzen. Einige Bürger von Steinwiesen werden keine Chance haben, die Ausweichrouten von ihrer Haustür aus zu erreichen. Die müssen am Bahnhof, am Schwimmbad, beim Rathaus oder in Seitenstraßen parken.


Haftkleber nicht betreten!

In der Nacht zum Donnerstag, 15. Oktober, wird ab Mitternacht ein Haftkleber aus reinem Bitumen vor dem Asphaltieren aufgebracht. Der darf weder befahren noch betreten werden, denn das Zeug haftet an Reifen und Schuhen wie Pech und könnte für massive Schäden sorgen. "Dieser Kleber ist nur sehr schwer zu entfernen, aber für das Gelingen der Sanierung unerlässlich", stellt Bürgermeister Wunder klar. In weiser Voraussicht hat der Pfarrer alle Gottesdienste während der Woche ausfallen lassen, damit die Fußgänger nicht über die Baustelle stolpern müssen.


Der Flüsterasphalt

Am Donnerstag, 15. Oktober, wird die dicke Binderschicht in der Zeit zwischen 7 und 17 Uhr aufgebracht. Der dünne Flüsterasphalt wird am Freitag, 16. Oktober, zwischen 7 und 15.30 Uhr aufgetragen. Dieser Flüsterasphalt darf auf keinen Fall befahren werden, bevor er vollständig erkaltet ist, damit die Funktionalität sichergestellt ist. "Sollte jemand die Straße befahren und den Flüsterasphalt beschädigen, muss mit Schadenersatzforderungen in fünfstelliger Eurohöhe gerechnet werden", kündigte der Bürgermeister an. Die Straße dürfe erst dann befahren werden, wenn sie durch die bauausführende Firma freigegeben ist.

Jetzt kann nur noch das Wetter den Ablauf beeinträchtigen, denn "die Baufirma hat den Zeitplan eingehalten".