Etwas gespenstisch wirkte sie schon, die Schulverbandsversammlung in Mitwitz. Die Aula der Grundschule bot genügend Platz für den Sicherheitsabstand, allerdings ist der Anblick noch immer eher gewöhnungsbedürftig. Aber die "soziale Distanz" wirkte sich selbstverständlich nicht auf die Entscheidungen aus, die getroffen werden mussten. Die nämlich wurden einheitlich gefällt. So etwa wurde die Vergabe der Arbeiten für die Dachentwässerung auf den Weg gebracht.

Architekt Peter Kropf war einmal mehr nach Mitwitz gekommen, um selbst über den Planungsstand der Dacherneuerung für die Grundschule zu informieren. Die Statik sei geprüft, meint er und so könnte man Anfang Mai mit der Ausschreibung beginnen.

Zurückgestellt wurde laut Verbandsvorsitzendem Hans-Peter Laschka (CSU) erst einmal "Dachsanierung Teil II". Der nämlich hätte die Montessori-Schule betroffen. Die ringe aber derzeit mit Platzproblemen und möchte deshalb aufstocken. Die Nachfrage sei einfach da in Mitwitz, meinte Laschka, deshalb wolle man das Raumangebot erweitern. Und im Zuge dieser Erweiterung will man dann auch eine einheitliche Dachfläche schaffen.

Peter Kropf hatte auch die Dachentwässerung auf seiner Agenda. Hier sei der Einbau von Rigolen notwendig, um das Wasser in den entsprechenden Kanal ablaufen zu lassen. Als Ort für die Speicherung benannte er Sport- oder Tennisplatz. Etwa 76 500 Euro soll die neue Entwässerung kosten.

Gas geben bei der Photovoltaikanlage

Zeittechnisch Gas geben will man in Bezug auf die geplante Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grund- und der Montessori-Schule. "Das ist aber nicht so einfach, wie ich am Anfang gedacht hatte", räumte Kropf ein und verwies auf die unterschiedlichen Träger. Hier ging es speziell um eine Einspeisung für nicht benötigte Kapazitäten. Die seien für den Eigentümer, also den Schulverband, problemlos. Das beziehe aber leider nicht die Montessori-Schule mit ein. Hier müsse man eine eigene Verteilung schaffen. Kropf: "Nach meiner Meinung macht nur die Eigennutzung Sinn, der Rest geht ins Netz."

Und genau hier käme ein Fachbüro ins Spiel, das den gesamten Stromverbrauch errechnen soll und somit auch die Sinnhaftigkeit einer solchen Anlage prüfen könne. Als Grund für den zeitlichen Druck nannte Kropf die Tatsache, dass man die PV-Anlage gleich im Zuge der Dacherneuerung aufbringen sollte, weil da zum Beispiel auch schon ein Gerüst vorhanden sei.

"Mitwitz goes digital" - das jedenfalls gelte schon mal für die Grundschule. Hier informierte Lehrer Phillip Montag über die Fortschritte. Optimierung der Serverlösungen, der Aufbau von Arbeits- und Unterrichtsplattformen und deren Weiterentwicklung, gute und zukunftsfähige Lösungen, die für alle passen - Montag führte die Verbandsmitglieder auf der virtuellen Datenautobahn in Richtung Ziel: eine digitalisierte Schule mit Lösungen vor allem auch im Verwaltungsbereich. Geplante Ankunft: 2021.

Bis dahin sollen für die Schüler iPads angeschafft werden, es wird stationäre Arbeitsgeräte geben und eventuell einen zweiten PC im Lehrerzimmer. Der PC-Raum soll umstrukturiert werden und die dringend benötigten Office-Lizenzen beantragt werden. Auf einen späteren Zeitpunkt schob er die Anschaffung eines Anzeige-, Interaktions- und Präsentationsgerätes. "Andere Sachen sind jetzt wichtiger." Rund 75 000 Euro seien dafür erst einmal im Haushalt bereitgestellt mit einer Befristung bis 2023. Bis Mitte Mai muss man sich jetzt darüber Gedanken machen, was dafür an Geldern für den nächsten Haushalt eingestellt werden soll.

Am Ende beschloss das Gremium die Beantragung für zwei Beschäftigungsverhältnisse im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. "Wir haben ausschließlich gute Erfahrungen gemacht und darauf wollen wir auch künftig nicht verzichten", meinte Laschka am Ende.