In Kronach fiel eine Frau fast auf WhatsApp-Betrüger rein, berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken. Mit der derzeit kursierenden Masche versuchten Betrüger bereits des Öfteren an das Geld der Nutzer von Messenger-Diensten zu kommen. So gaben sie sich diesmal als Kind der Betroffenen aus und forderten eine Geldüberweisung. Die Polizei warnt erneut vor den dreisten Betrügern.

Die Kurznachricht, die die Kronacherin am Mittwoch (30.03.2022) über WhatsApp erhielt, begann folgendermaßen: „Hallo Mama, mein Handy ist kaputtgegangen. Diese Nummer ist nun meine Neue“.

Kaputtes Handy - Betrüger fordern mit "Mama"-Nachricht zu Überweisung auf

Nach einem kurzen Smalltalk kam auch schon die erste Forderung. „Mama, kannst du mir aushelfen. Wegen des kaputten Handys kann ich mein Online-Banking nicht nutzen. Überweise bitte Geld an folgende IBAN: …. Ich gebe dir das Geld im Anschluss zurück“.

Sich per Textnachricht als nahestehende Person auszugeben und um eine Überweisung zu bitten, ist mittlerweile eine gängige Masche der Gauner. Auch die Frau aus Kronach glaubte der dreisten Geschichte der Betrüger zunächst. Sie überwies ihnen über tausend Euro, bemerkte im Anschluss jedoch, dass es sich um einen Betrug handelte. Glücklicherweise konnte sie die Transaktion auf ihr Konto zurückbuchen lassen. 

Die oberfränkische Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsfalle und bittet darum, folgende Tipps zu beherzigen: 

Betrugsmasche erkennen - Polizei gibt wichtige Tipps

  • Fragen Sie persönlich nach, wenn Sie von einer unbekannten Handynummer über Messenger-Dienste kontaktiert werden.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie per WhatsApp und Co. mit Geldforderungen konfrontiert werden.
  • Speichern Sie unbekannte Rufnummern nicht ohne weiteres als Kontakt ein.
  • Wenden Sie sich bei Verdachtsmomenten an die Polizei.
  • Sollten Sie bereits eine Überweisung getätigt haben, setzen Sie Ihre Bank über den Vorfall in Kenntnis und erstatten Sie Anzeige.
  • Löschen Sie keinesfalls den Chatverlauf.  
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