"Grüß Gott, Servus, Masaa al-khair...." und weiter in 19 Sprachen, den ganzen Globus umschlingend - so begrüßte Bürgermeister Burkhard Klein "die Welt zu Gast" beim Weinfest im Schloss Crailsheim. Auf der großen Bühne unterstützten ihn dabei Gerhard Eyselein als Geschäftsführer der Weinfestgesellschaft. Der war zwar noch nicht so unbefangen am Mikrofon wie es schon Weinprinzessin Annalena I. ist - die 15 Hoheiten, die der Einladung nach Rödelsee gefolgt waren, machten ihm aber scheinbar Mut.

Publikum in Tracht

Zusammen mit Bürgermeister und Weinprinzessin bedankte er sich nicht nur bei allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die es solch ein Fest gar nicht geben würde. Das Dreigespann hatte auch ganz liebe Worte für die Geduld und das Verständnis der anliegenden Bewohner - denn übers Wochenende wurde es laut in der ansonsten eigentlich ruhigen, aber feierfreudigen Gemeinde. Wie beliebt die Veranstaltung sowohl bei den Rödelseern als auch bei ihren Gästen ist, sah man am Enthusiasmus des Publikums. Dirndl und Lederhose waren angesagt. Bürgermeister aus allen umliegenden Städten und Dörfern kamen mit Begleitung. Vertreter der lokalen Kreis- und Bezirkspolitik, dem Bankenwesen und natürlich alle beteiligten Winzer waren in den Schlosskeller gekommen. Die kurzweilige Festrede von Bürgermeister Klein war geschmückt mit Dialekt-Schmankerln. Besonders die Geschichte über die Entstehung des fränkischen Dialekts amüsierte die Festgäste. "Am achten Tag schuf Gott die Dialekte", begann Klein. Faschingserprobt brachte er Beispiele auf hessisch, sächsisch und einigen weiteren deutschen Akzenten. "Zuletzt blieb der Franke, aber es gab keine Dialekte mehr", kam die Geschichte zum Schluss. "Da sagte Gott: dann redst halt so wie ich!"