Sowohl der Fürther-, als auch die Siedler-Nachwuchs waren schon am ungewöhnlich heißen Samstagnachmittag zu einem Fußballspiel angetreten. Hitze und Schwüle brachten die sportlichen Schüler auch am Sonntag an ihre Grenzen. Die Trinkpausen während der Halbzeiten wurden in Stadtschwarzach von der Rasenbesprengung unterstützt.


Fürther Spieler stöhnen


Während die Kitzinger Auswechselspieler auf der Bank saßen, stöhnten die Fürther unter ihrem Co-Trainer Daniel Hanisch. Es half nichts. Damit sie bei dieser Hitze ihren Kreislauf im Gange behielten und dadurch Muskelprobleme vermieden, gab es ein unentwegtes Aufwärmtraining.

Die Siedler hatten schon in der ersten Halbzeit einen Verletzten aufzuweisen. Das Sprunggelenk war angegriffen. Der Spieler musste ausgewechselt werden.
Trotz aller Bemühungen unterlagen die Älteren gegen die Jüngeren mit 1:7.

20 Runden um den Platz

Am Vormittag verlor die U17 von Bayern Kitzingen gegen die U15 der SpVgg Greuther Fürth nur knapp mit 1:2.
Der Unterschied zwischen Profi und Amateur stach nicht nur auf dem Spielfeld ins Auge. Nach dem Spiel vereinten sich die Kitzinger um ihren Trainer und hörten ihm zu, höchstwahrscheinlich ging es um die Fehler auf dem Spielfeld. Die Fürther bekamen Wassermelone und Magnesium, bevor sie zu ihrem Abschlusstraining barfuß noch knapp 20 Runden um den Platz liefen. Ihre Gegner waren zu diesem Zeitpunkt schon unter der Dusche.
"Talent allein genügt nicht", erklärte Fürths Teamleiter Thomas Tischler. "Das Gesamtpaket muss stimmen. Wer disziplinierter ist und mehr Willen aufbringt, kommt auch an denen vorbei, die mehr Talent besitzen." Wie weit eine gute Führung gehen kann, bewiesen die Jungs und Mädels vom Jahrgang 2000/2001 schon beim Aufwärmen. Der begeisterte Fußballnachwuchs kommt aus allen Himmelsrichtungen der Kreise Kitzingen und Würzburg einmal pro Woche zum DFB-Stützpunkt nach Stadtschwarzach. Dort wird er professionell trainiert und vorbereitet.

Kids organisieren sich selbst

Das Ergebnis ließ sich sehen. Ohne Mitwirkung eines Trainers vollzogen die zwölf- und 13-Jährigen ihr Aufwärmtraining. Die einzelnen Übungen und Gruppeneinteilungen bestimmten die Kinder selbst und beeindruckten damit nicht nur die Zuschauer.

Das anschließende Vergleichsspiel zwischen den Sportschülern sollte ihre errungene Ausbildung hervorheben.