Das Thema Hochwasser sprach Ratsmitglied Otto Hünnerkopf (CSU/Pro Wiesentheid) in der Sitzung des Wiesentheider Gemeinderates an. Erst vor wenigen Tagen habe man bei den Unwettern in einigen Stadtteilen der Nachbargemeinde Prichsenstadt aufgezeigt bekommen, wie wichtig ein Schutz sei. Hünnerkopf appellierte an die Gemeinde, dass sie beim dem Thema "endlich zu Potte kommen" müsse.

Die Gemeinde habe extra zum Schutz vor Hochwasse zwei Grundstücke erworben, die solle man doch herrichten. Er riet der Verwaltung, "ein kompetentes Fachbüro" zu beauftragen, um das Ganze vorzubereiten.

Bürgermeister Klaus Köhler (Bürgerblock) wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Gemeinde das nicht so einfach könne. Der Verbund der Dorfschätze-Gemeinden habe bereits 2014 ein Fachbüro mit dem Erstellen eines gemeinsamen Schutzkonzepts für alle Gemeinden beauftragt.

Für die Planung, wie für eine Umsetzung, wurden Zuschüsse von staatlicher Seite in Aussicht gestellt. So richtig voran geht es bei dem Konzept jedoch nicht. Ein Problem sei dabei auch das Wasserwirtschaftsamt, "das ist das Nadelöhr. Dazu kommt, dass es nicht die schnellste Behörde ist", sagte Köhler.

Jüngst habe man, so Köhler, bei der Sitzung der Dorfschätze-Gemeinden erneut über das Problem Hochwasser diskutiert. Wiesentheid könne nicht so leicht ausscheren aus der gemeinsamen Linie. "Es hieß, wenn wir selbst loslegen, ist Förderung hinfällig", gab Köhler zu bedenken. Er wolle sich jedoch beim Vorsitzenden, Prichsenstadts Bürgermeister René Schlehr, erkundigen, ob seine Gemeinde weitere Schritte in die Wege leiten könne, so Köhler.